Morning Briefing - 29.05.2019

Renault will Fusion mit FCA-Konzern offenbar zustimmen - Kein Ergebnis: Zwei Bieter buhlen um Steyr Motors weiter - GTI-Treffen am Wörthersee in den Startlöchern 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Kein Ergebnis: Zwei Bieter buhlen um Steyr Motors weiter

Im Rennen um Steyr Motors haben sich zwei Bieter gefunden, die weiter um das Industrieunternehmen pokern, berichtet die "Kronenzeitung". Nachdem der chinesische Investor, der Steyr Motors 2012 übernommen hatte, im Vorjahr pleite ging, wurde der Abschluss eines Sanierungsphase zurückgezogen. In weiterer Folge eröffnete das Landesgericht Steyr den Konkurs. Bieter und Bietergruppen stellten sich vor, eigentlich hätte man heute eine Entscheidung erwartet. Doch: „Von acht ernsthaften Kaufinteressenten haben sich zwei durchgesetzt“, sagt Norbert Mooseder zur „Krone“. Der Linzer Wirtschaftsanwalt und Masseverwalter verhandelte heute mit diesen „europäischen Interessenten“ mehrere Stunden. Mit einem Ergebnis, wer den Motorenproduzenten erwirbt und weiterführen wird, sei erst mit Ende Juni zu rechnen. Anschließend begutachtet ein Gläubigerausschuss den Kaufvertrag, damit er dem Insolvenzgericht zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Der Forderungsbestand liege laut Mooseder bei rund 35 Millionen Euro.

Renault will Fusion mit FCA-Konzern offenbar zustimmen 

Der französische Autobauer Renault will mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler fusionieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach soll der Verwaltungsrat von Renault schon in der kommenden Woche zusammentreten und der Fusion, die auf einen Vorschlag von FCA zurückgeht, zustimmen. Chef des Gesamtkonzerns soll nach der Fusion Jean-Dominique Senard werden, der aktuelle Verwaltungsratschef von Renault. Eine Fusion mit Nissan sei vorerst nicht geplant, man wolle die Japaner aber dazu einladen, die Kräfte zu bündeln, hieß es. Renault würde gern mit Nissan fusionieren, die Japaner fürchten allerdings, in einem fusionierten Konzern noch weniger Macht zu haben als bisher schon. FCA braucht dringend einen Partner, weil der Konzern bei Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität und dem autonomen Fahren weit hinter der Konkurrenz liegt. Wenn nur Renault mit FCA fusionieren würde, käme der neue Konzern auf rund 8,7 Millionen Autos im Jahr. Gemeinsam mit den japanischen Firmen Nissan und Mitsubishi, die eine Allianz mit Renault bilden, wären es mehr als 15 Millionen Fahrzeuge. Damit wäre der neue Konzern der weltweit größte Autobauer.

GTI-Treffen am Wörthersee in den Startlöchern 

Ab Mittwoch wird Reifnitz am Wörthersee wieder zum Zentrum für Golf-GTI-Fans. Zehntausende Fans der Baureihe, und an die 120.000 Besucher werden bis Sonntag erwartet, auch wenn das Wetter wenig vielversprechend wird. In diesem Jahr wollen die Veranstalter bewusst mehr Autofest und weniger Ballermann - nach dem Motto: „Zurück zu den Wurzeln“. Mehr Autofestival, mehr Qualität am Veranstaltungsgelände und weg vom „Ballermann-Image“ ist der Wunsch - auch ein neues Einfahrts-Sicherheitskonzept soll dazu beitragen, sagt Markus Perdacher, Bürgermeister von Reifnitz. Für die Anrainer etwa gebe es Verbesserungen bei den Einfahrtskontrollen. Hunderte Polizisten in ganz Mittelkärnten, Videoüberwachungen und Geschwindigkeitskontrollen sollen die feiernden GTI-Fans gegebenenfalls "einbremsen", sagte Adolf Winkler, Leiter der Kärntner Verkehrspolizei. Es wurde auch Verstärkung aus anderen Bundesländern angefordert. „Wir wollen, dass Verkehrsrowdys, technisch veränderte und gefährliche Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden", so Winkler. Hundestaffeln, zwei Hubschrauber und die Überwachung am Wörthersee sollen für Sicherheit sorgen.