Morning Briefing - 16.09.2019

Protestreiches Wochenende auf der IAA Automesse - Massenstreik bei General Motors in den USA - Wird BMW-Motorexperte schon bald neuer Audi-Chef? 

Das Wichtigste in Kürze.

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Protestreiches Wochenende auf der IAA Automesse 

Am vergangenen Wochenende machten die Demonstranten ernst und setzten ihren angekündigten Protest vor den Hallen der IAA in die Tat um. An einem Kundgebungszug und einer Fahrradfahrt zum Messegelände beteiligten sich am Samstag nach Angaben der Veranstalter 25.000 Menschen, die Polizei sprach von rund 15.000 Teilnehmern. Die Veranstaltung verlief friedlich und wurde von Protestrufen wie „Es gibt kein Recht auf SUV fahren“ oder der Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor begleitet. Generell wurden die großräumigen Pkw von den Demonstranten an den Pranger gestellt. Zu Gesprächen ist es zwischen dem IAA-Veranstalter VDA und Sprechern der demonstrierenden Organisationen indes nicht gekommen. 

Massenstreik bei General Motors in den USA

Berichten zufolge haben sich am Montag fast 50.000 GM-Mitarbeiter einem Streik gegen die bestehenden Arbeitsbedingungen angeschlossen.  Es ist der erste Streik der US-Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) seit zwölf Jahren. "Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter. Das ist unser letztes Mittel", sagte Gewerkschaftsvize Terry Dittes gegenüber Reportern in Detroit, Michigan. Hintergrund ist, dass bei den Verhandlungen zwischen GM und der Autogewerkschaft am Samstag keine Einigung erzielt werden konnte. Konkret fordern die Mitarbeiter bezahlbare Gesundheitsversorgung, eine Beteiligung an den Gewinnen sowie Beschäftigungssicherung und ein Regelwerk für die Übernahme von Leiharbeitern. Die Gewerkschaft kämpft auch gegen Schließungen von Automobilwerken in Ohio und Michigan. 

Wird BMW-Motorexperte schon bald neuer Audi-Chef? 

Die deutsche Tageszeitung "FAZ" berichtete über einen möglichen Wechsel des BMW-Motorexperten Markus Duesmann an die Spitze des Ingolstädter Premiumherstellers Audi. Demnach soll Duesmann am 1. April 2020 die Position des neuen Audi-Chefs bekleiden. Der VW-Konzern wollte sich diesbezüglich nicht äußern. „Spekulationen über den Zeitpunkt des Tätigkeitsbeginns oder die Ressortverantwortung“ von Herrn Duesmann würden bis zur finalen Beschlussfassung des VW-Aufsichtsrates nicht kommentiert, hieß es aus Wolfsburg. Auch BMW ist bezüglich der Abwerbung eines Mitarbeiters durch die Konkurrenz noch zu keiner Stellungnahme bereit. Audis aktueller Vorstandschef Bram Schot übernahm die Position von Rupert Stadler, der im Zuge des Abgasskandals wegen seiner Verhaftung zurücktreten musste.