Morning Briefing - 28.10.2019

Porsche eröffnet den Online-Verkauf seiner Sportwagen - E-Strategie: Opel kündigt weitere E-Modelle bis 2021 an - Bericht: Passat-Produktion könnte in die Slowakei übersiedeln 

Das Wichtigste in Kürze.

Von

Porsche eröffnet den Online-Verkauf seiner Sportwagen

Der deutsche Sportwagenbauer Porsche verkauft seine Autos nun auch online und folgt damit dem Beispiel anderer Hersteller. Seit Montag könnten Fahrzeuge aus der gesamten Produktpalette von Porsche nicht nur direkt bei Händlern, sondern auch im Internet erworben werden, teilte eine Unternehmenssprecherin am Montag mit. Deutschlandweit machen alle 88 Porsche-Händler bei dieser Vertriebsreform mit, hieß es. Der Chef der deutschen Porsche-Vertriebsorganisation, Alexander Pollich, sagte der Zeitschrift "Automobilwoche: "Wir reagieren damit auf die Bedürfnisse der Kunden, die in der digitalen Welt zu Hause sind." Er gehe davon aus, dass im Jahr 2025 etwa zehn Prozent der Porsche-Fahrzeuge in Deutschland online gekauft würden. Eine Sprecherin fügte an, es gebe keine Prognose dazu, wie viele Autos es schon im kommenden Jahr sein könnten. Das Online-Angebot solle 2020 in ganz Europa ausgerollt werden, auch auf dem US-Markt sei ein solcher Vertrieb im Aufbau, hieß es. Pollich sagte: "Der Online-Vertrieb bietet die Chance, jüngere und digital affinere Kundengruppen anzusprechen." 

E-Strategie: Opel kündigt weitere E-Modelle bis 2021 an

Der deutsche Autobauer Opel hat weitere Elektro-Modelle angekündigt. Bis 2021 stünden acht elektrifizierte Fahrzeuge in wichtigen Volumensegmenten zur Auswahl, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller am Freitag bei einem Handelsblatt-Kongress in Stuttgart. Neben den bereits bestellbaren Modellen Corsa und Grandland X kommen in den nächsten beiden Jahren elektrische Varianten der Nutzfahrzeuge Combo und Zafira, des SUV Mokka X und des Kompaktwagens Astra hinzu. "Mit diesem Produktportfolio werden wir hervorragend aufgestellt sein, um die ambitionierten zukünftigen Emissionsziele in Europa zu erfüllen", erklärte Lohscheller.

Bericht: Passat-Produktion könnte in die Slowakei übersiedeln 

Wie "Automotive Europe News" berichtet, wiegt Volkswagen zwischen einer Produktion des Kombis Passat in der Slowakei und der Türkei ab. Entscheidungsgefugte des  Konzern werden noch diese Woche zusammenkommen, um in dieser Angelegenheit zu beraten. Nach der Kritik am Vorgehen der Türkei im Syrienkrieg, legte Volkswagen die Eröffnung eines Standortes in der Türkei zunächst auf Eis. Fest steht, dass möglichst rasch eine Entscheidung gefällt werden muss, wo die Fertigung des Passat fortgeführt wird. Bereits im Oktober 2022 wird das Passat-Stammwerk in Emden komplett auf die Produktion von Elektroautos umsteigen. Im Gespräch steht nun das Werk bei Bratislava. Derzeit werden in der Slowakei der SUV Touareg, der Audi Q7 und der VW E-Kleinwagen Up! gefertigt. Der weitere Plan sieht jedoch vor, dass die Kleinwagenproduktion zugunsten größerer Fahrzeuge weichen sollen.