Morning Briefing - 09.07.2019

Porsche Austria vermeldet weniger Auto-Neuzulassungen im 1. Halbjahr - Jährlich mehr als 8.700 Tonnen Müll auf den Autobahnen Österreichs - Ifo-Bericht: Kurzarbeit bei Autobauern wird zunehmen 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Porsche Austria vermeldet weniger Auto-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 

Im Kalendermonat Juni fiel der Pkw-Gesamtmarkt mit 32.529 Neuzulassungen um 14,4 Prozent gegenüber dem Rekordmonat des Vorjahres zurück. Im 1. Halbjahr 2019 wurden in Österreich 175.909 Neuzulassungen registriert. Lediglich im April wurde ein minimales Plus erzielt, im Juni gab es mit minus 14,4 Prozent den stärksten Rückgang. Deutliche Zuwachsraten gibt es weiterhin bei Alternativantrieben, trotzdem machten sie nur 6,9 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Grund für die rückläufige Marktentwicklung liegt in erster Linie am sehr starken Vorjahr, das bis Ende August von den Vorziehkäufen, vor der Umstellung auf das neue WLTP-Messverfahren, geprägt war. So war auch das 1. Halbjahr 2018 nach 1996 das zweitstärkste in der österreichischen Autogeschichte. 

Jährlich mehr als 8.700 Tonnen Müll auf den Autobahnen Österreichs

Der Autobahn- und Straßenbetreiber Asfinag vermeldet, dass jedes Jahr Tausende Tonnen an Müll nicht nur in den Containern und Mistkübeln der 51 Asfinag-Rastplätze und 87 Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen landen, sondern leider auch direkt auf und neben der Fahrbahn. In ganz Österreich fielen im Vorjahr in Summe 8.700 Tonnen Müll an, knapp ein Viertel, etwas mehr als 2.000 Tonnen, mussten die Mitarbeiter händisch aufsammeln. Asfinag-Geschäftsführer Ebner: „Und in Summe kostete die Müllentsorgung im Vorjahr bereits mehr als 13 Millionen Euro.“ Bedenklich ist dabei, dass die jährlichen Müllmengen stark steigen. Siegele: Das ist aber eben nur zum Teil mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen erklärbar.“ In ganz Österreich fielen 2017 in Summe 6.760 Tonnen Müll an, die Entsorgungskosten beliefen sich auf etwas mehr als zehn Millionen Euro.

Ifo-Umfrage: Kurzarbeit bei Autobauern wird zunehmen 

Eine Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, dass sich die Kurzarbeit in Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft - darunter die Automobil- und Maschinenbau-Branche erhöhen wird. Der Durchschnitt im Verarbeitenden Gewerbe liegt aktuell bei 3,8 Prozent. In den nächsten drei Monaten dürfte der Umfrage zufolge der Anteil der Unternehmen in Kurzarbeit allerdings auf 8,5 Prozent zunehmen. Laut Wollmershäuser ist Kurzarbeit ein Mittel der Wahl, wenn Unternehmen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten ihre Fachkräfte halten wollen. Die Bundesagentur für Arbeit bereitet sich bereits auf einen Anstieg der Maßnahme in verschiedenen Industriebranchen vor. Wenn aus bestimmten Gründen die betriebsübliche Arbeitszeit vorübergehend gekürzt wird, können Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten. Das soll den Verdienstausfall teilweise ausgleichen. Ziel ist es, dass Beschäftigte nicht gekündigt werden, sondern im Betrieb bleiben können.