Morning Briefing - 25.06.2019

Platter sieht Maßnahmen zur Verkehrsregulierungen gelungen, Bayern will klagen - BMW will 25 elektrifizierte Modelle in den nächsten vier Jahren bringen - No-Deal-Brexit für britischen Automobilverband absolutes "No-Go" 

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Platter sieht Maßnahmen zur Verkehrsregulierungen gelungen, Bayern will klagen 

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) verteidigt die Durchführung von Lkw-Blockabfertigungen und jüngsten Fahrverbote. "Ohne diese Fahrverbote wäre die Verkehrssicherheit nicht herstellbar gewesen, außerdem hätten es Einsatzkräfte früher schwer gehabt, durchzukommen", sagte Platter. Vor allem Ausweichrouten durch Orte seien von verstärkter Staubildung betroffen, auf die man nun reagiert. Wenig erfreut über diese Maßnahmen zeigte sich Bayern, die nun eine Klage angedroht haben. Die Klage werde sich sowohl gegen die Lkw-Blockabfertigung als auch gegen die jüngsten Fahrverbote auf den Tiroler Straßen abseits der Autobahnen richten, so Verkehrsminister Andreas Scheuer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung. Er warf dem Tiroler Landeshauptmann vor, aus dem Thema eine „richtige Politkampagne“ gemacht zu haben. Auch der CSU-Chef und bayrische Ministerpräsident Markus Söder steht hinter diesem Schritt. Zugleich sollen aber die Gespräche mit Österreich fortgesetzt werden, so Söder, auch wenn das Verhalten Tirols wenig nachbarschaftlich sei. Platter kontert jüngst, dass es sinnvoller wäre, sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam Lösungen zu finden, die beide Seiten entlasten sollen. 

BMW will 25 elektrifizierte Modelle in den nächsten vier Jahren bringen 

Der Autobauer BMW hat sich ehrgeizigere Ziele für Elektroautos gesetzt. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, will BMW im Jahr 2023 und damit zwei Jahre früher als bisher geplant 25 elektrifizierte Fahrzeuge anbieten. Gleichzeitig habe BMW-Chef Harald Krüger gefordert, den Absatz der eigenen Stromautos jedes Jahr um mindestens 30 Prozent zu steigern. Die "FAZ" berief sich auf Unternehmenskreise. Ein BMW-Sprecher wollte die Informationen gegenüber AFP nicht kommentieren. Wie die Zeitung weiter berichtete, können BMW-Kunden derzeit neun Elektro-Modelle kaufen - bei den meisten handelt es sich jedoch um Hybridautos. Laut bisherigen Planungen sollen im Jahr 2021 bereits 15 Elektroautos der Marken BMW und Mini verfügbar sein, darunter fünf vollelektrische. 

No-Deal-Brexit für britischen Automobilverband absolutes "No-Go" 

Der britische Autoverband SMMT warnt vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU. Ein solcher “No-Deal”-Brexit könne Zölle in Milliardenhöhe und Verzögerungen bei den Grenzabfertigungen nach sich ziehen, die die Branche vor nie dagewesene Herausforderungen stellen würde, erklärte Mike Hawes, der Chef des britischen Verbandes der Autobauer und -Händler, am Dienstag. Erste Amtshandlung des neuen Premierministers müsse daher die Sicherung eines reibungslosen Brexit sein. Für die Autobranche sei ein Austritt ohne Vereinbarung keine Option. Der britische Ex-Außenminister Boris Johnson hatte zuletzt bekräftigt, notfalls auch einen “No-Deal”-Brexit durchzusetzen. Er wolle dies zwar nicht, sagte er der BBC. Man müsse sich darauf aber ernsthaft vorbereiten. Dies müsse auf den Tisch, damit Großbritannien das gewünschte Resultat erzielen könne. Johnson gilt als Favorit für den derzeit zur Wahl stehenden Posten der Parteichefs der regierenden Konservativen und damit auch für das Amt des Premierministers.