Morning Briefing - 10.05.2019

Pkw-Neuzulassungen nahmen im April 2019 wieder zu - Dyson-Patente zu Elektroauto-Projekt veröffentlicht - PSA-Gruppe startet Produktion von Transportern Ende 2021 in Polen

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Pkw-Neuzulassungen nahmen im April 2019 wieder zu

Im Kalendermonat April wurden in Österreich 31.951 Neuwagenzulassungen registriert, 0,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Damit wurde die seit einigen Monaten rückläufige Marktentwicklung gestoppt. Nach den ersten vier Monaten des Jahres reduzierte sich der Rückstand zum Vergleichszeitraum des Vorjahres (drittstärkstes Autojahr nach erstem Jahresdrittel) auf 7,8 %. Es wurden per Ende April 112.806 Neuwagen in Österreich zugelassen, was weiterhin einem sehr guten Autojahr entspricht (der durchschnittliche Automarkt Jänner bis April lag zwischen den Jahren 2013 und 2017 bei 110.850 Neuzulassungen). Die Pkw-Marken mit den meisten Neuzulassungen waren VW (Anteil: 15,5%), Skoda (Anteil: 8,3%) und Seat (Anteil: 6,4%). Unter den Top 10 Pkw-Marken verzeichneten Peugeot (+41,0%), BMW (+25,0%), Skoda (+11,4%), Hyundai (+15,2%) und Mercedes (+2,2%) ein positives Ergebnis. Rückgänge gab es bei VW (-10,7%), Seat (-5,4%), Renault (-4,6%), Ford (-4,2%) und Opel (-2,2%). 

Dyson-Patente zu Elektroauto-Projekt veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung einiger Patente hat der Hausgeräte-Spezialist Dyson einen ersten Einblick in die Entwicklung seines Elektroautos gegeben. Firmengründer James Dyson betonte zwar in einer E-Mail an die Mitarbeiter am Donnerstag, dass die beigefügten Zeichnungen, auf denen ein Minivan mit drei Sitzreihen zu sehen ist, "nicht enthüllen, wie unser Fahrzeug wirklich aussehen wird". Zugleich zeigen die Dokumente aber einige Gedankengänge und Erfindungen der Dyson-Entwickler auf. So werden in den Unterlagen die Vorzüge großer Räder betont. Bei einem Elektrofahrzeug könnten sie helfen, die Reichweite zu vergrößern und Energie bei Bremsvorgängen zurückzugewinnen. Außerdem erläutern die Dyson-Patente die Vorteile eines langen Radstands, einer hohen Bodenfreiheit und einer relativ stark geneigten Frontscheibe. Die Patentanträge waren bereits vor 18 Monaten eingereicht worden. Tests des Fahrzeugs sollen demnächst beginnen, kündigte Dyson in der E-Mail an. Die britische Firma verlagert ihren offiziellen Firmensitz nach Singapur, wo das Fahrzeug gebaut werden soll. Der Marktstart ist für 2021 geplant. 

PSA-Gruppe startet Produktion von Transportern Ende 2021 in Polen

Aufgrund fehlender Kapazitäten verlagert die PSA Gruppe die Produktion seiner Transporter ins polnische Gliwice. Das Werk Sevel Sud im italienischen Val di Sangro (ein Joint Venture von FCA und der Groupe PSA) hat mit der Produktion der Modelle Peugeot Boxer, Citroën Jumper und Fiat Ducato seine Fertigungskapazitäten in den vergangenen drei Jahren überschritten, heißt es in einer Aussendung. Die Umstellung der Fertigung von Opel- und Vauxhall-Transportern auf die gemeinsame Groupe PSA-Plattform mache zusätzliche Fertigungskapazitäten erforderlich. Das Werk wird auf die Produktion von leichten Nutzfahrzeugen vorbereitet und an die spezielle Plattform für Transporter angepasst. Mit dieser Investition soll die Produktionskapazität des Standorts auf bis zu 100.000 Transporter pro Jahr erweitert werden. Die Fertigung am Standort Gliwice sei für einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren gesichert.