Morning Briefing - 07.03.2019

Peugeot will seine Fahrzeugpalette komplett elektrifizieren - Schaeffler erleidet Verlust und wird Hunderte Jobs streichen - General Motors: Chevrolet Cruze ist in den USA Geschichte 

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Peugeot will seine Fahrzeugpalette komplett elektrifizieren

Der französische Autobauer will damit vor allem die Klimaschutzvorgaben der EU einhalten. "Wir werden keine Strafen zahlen", sagte Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato am Mittwoch auf dem Genfer Autosalon der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden die Grenzwerte selbst dann einhalten, wenn unser Elektroanteil unter 10 Prozent liegt." Mit der Elektrifizierung startet der grösste französische Autobauer erst im Herbst, wenn der neue, in Genf präsentierte Peugeot 208 auch als vollelektrischer e-208 in Serie geht. Zugleich sollen die ersten drei Peugeot-Hybride auf den Markt kommen. Wegen der höheren Kosten werden Peugeots Elektroautos voraussichtlich auch für die Kunden teurer als Diesel oder Benziner sein. "Wir werden kein Geld verlieren mit E-Autos - ausgeschlossen", betonte der Vorstandschef. Heute sind noch 38 Prozent der verkauften Peugeot-Autos Diesel-Fahrzeuge. Der PSA -Konzern, zu dem neben Peugeot auch Citroën, DS und Opel gehören, hat im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Autos verkauft. Damit liegt der Automobilhersteller in Europa hinter dem VW -Konzern auf Platz zwei.

Schaeffler erleidet Verlust und wird Hunderte Jobs streichen

Der schleppende Verlauf des Autogeschäfts im zweiten Halbjahr hat den Automobilzulieferer Schaeffler getroffen. Die mittelfristig gesteckten Ziele seien 2018 dennoch erreicht worden, gab das Unternehmen im Zuge der Jahres-Pressekonferenz bekannt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 12,8 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zurück, die entsprechende Marge sank von 11,3 auf 9,7 Prozent. China wies das stärkste Wachstum auf, allerdings mit deutlich schwächerer Dynamik als in den Vorjahren.„Erfreulich ist, dass sich die Sparte Industrie im Laufe des Jahres 2018 weiter sehr gut entwickelt hat und die schwächere Performance der beiden Automotive-Sparten teilweise kompensieren konnte“, sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands bei Schaeffler, gestern. Nicht zufrieden zeigte sich Rosenfeld mit der Ertragslage der Sparte Automotive OEM. Schwierige Markt- und Wettbewerbsumfeld, ein zunehmender Veränderungsdruck und eine Reihe von hausgemachten Faktoren seien dafür verantwortlich. 

General Motors: Chevrolet Cruze ist in den USA Geschichte 

Der letzte Chevrolet Cruze ist im GM-Werk Lordstown, Ohio, vom Fließband gelaufen, sagte der US-Autokonzern am Mittwoch. Vier weitere Werke werden noch in diesem Jahr die Produktion der kompakten Limousine einstellen. Werksarbeiter haben "Reuters" zufolge Fotos des letzten vom Band laufenden Fahrzeugs auf Sozialen Kanälen gepostet. Der Cruze sei ein gutes Produkt gewesen und die Einstellung habe dementsprechend für Emotionen gesorgt, äußerte General Motors. Grund für den Schritt sind die Restrukturierungen des Unternehmens. Als Folge wird mit dem Verlust von 1.500 Arbeitsplätzen gerechnet. Seit 2017 hat GM bereits zwei von drei Produktionsschichten eingestellt. GM wird die Produktion des Cruze in Mexiko für weitere Märkte fortführen, aber nicht für die USA. Ob das Werk in Lordstown komplett schließen wird, ist laut GM-Chefin Mary Barra noch offen.