Morning Briefing - 31.05.2019

Nach Börsengang: Uber erleidet Milliardenverlust - China übt Monopolstellung bei Seltenen Erden aus -Trump verhängt nun auch Strafzölle gegen Mexiko

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Nach Börsengang: Uber erleidet Milliardenverlust 

Der Fahrdienstleister Uber muss nach getätigten Investitionen und Kosten für den Gang an die Börse im ersten Quartal wie erwartet einen Verlust von einer Milliarde Dollar hinnehmen. Die Kosten kletterten im ersten Quartal um 35 Prozent, vor allem wegen der Ausgaben für den Sprung auf das Börsenparkett. Ein positives Umsatzwachstum wird dem Unternehmen aber den Rücken stärken: Dieser kletterte um 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar und lag damit am oberen Ende der Prognosen. Das laufende Jahr werde ein “Jahr der Investitionen”, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi am Donnerstag in einer Telefonkonferenz zur ersten Quartalsbilanz als börsennotiertes Unternehmen. Die Uber-Aktie stieg nachbörslich 2,6 Prozent, liegt aber immer noch rund zehn Prozent unter dem Ausgabepreis von 45 Dollar beim Handelsstart Anfang Mai. “Unsere Aufgabe ist es, für eine lange Zeit schnell und effizienter zu wachsen”, sagte Khosrowshahi. Dafür investiert Uber in den Ausbau der Partner-Restaurants für seinen Essenslieferdienst ebenso wie in die Ausweitung des Frachtdienstes Uber Freight. 

China übt Monopolstellung bei Seltenen Erden aus 

Das bevölkerungsreichste Land der Erde reagiert auf die US-Handelsstreitigkeiten und erhöhten Strafzölle mit einem "protektiveren" Vorgehen bei Seltenen Erden. Mit ihren Strafzöllen und der bisherigen Vorgangsweise gegen den chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei riskierten die USA, ihre Versorgung mit Materialien zu verlieren, die „entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer technologischen Stärke“ seien, äußerte sich die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Doch es könnte nicht nur bei den USA bleiben. China will ungeachtet des Handelsstreits mit den USA eine “angemessene” Nachfrage anderer Länder nach Seltenen Erden decken. Es wäre aber inakzeptabel, wenn diese Staaten die begehrten Rohstoffe zur Produktion nutzten und dann China unterdrückten, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums am Donnerstag in Peking. Ein Besuch von Präsident Xi Jinping in einer Produktionsstätte für Seltene Erden in der vergangenen Woche hatte Spekulationen ausgelöst, dass China seine dominante Position als größter Exporteur dieser heiß begehrten Rohstoffe in die Vereinigten Staaten als Hebel im Handelskrieg nutzen würde. 

Trump verhängt nun auch Strafzölle gegen Mexiko

Mexiko sieht sich mit Strafzöllen durch die USA konfrontiert. Auslöser ist die illegale Einwanderung in die USA. Ab dem 10. Juni werde auf alle Importe aus Mexiko ein Zoll von fünf Prozent aufgeschlagen, schrieb Trump auf Twitter. “Der Zoll wird stufenweise steigen, bis das Problem der illegalen Einwanderung gelöst ist", hieß es weiter. Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador schlug gemäßigtere Töne an. Er mahnte Trump, dass mit Bedacht und Verantwortung gehandelt werden müsse; eine Konfrontation wolle er nicht. "Präsident Trump, die sozialen Probleme lassen sich nicht mit Zöllen und Zwangsmaßnahmen lösen", schrieb der Linksnationalist in einem zweiseitigen Brief, den er am Donnerstagabend ebenfalls via Twitter veröffentlichte. Von den Importzöllen wären auch deutsche Autobauer wie BMW, Volkswagen und Daimler betroffen, denn sie produzieren wie zahlreiche Rivalen in Mexiko Fahrzeuge für den US-Markt. Sollte Mexiko laut Trump nicht tätig werden, würden die Zölle schrittweise um jeweils fünf Prozentpunkte pro Monat angehoben - bis zu einem Zoll von 25 Prozent ab dem 1. Oktober.