Car Cost Index

Monatliche Gesamtkosten für Autohalter erneut gestiegen

Im "Car Cost Index" hat LeasePlan die monatlichen Gesamtkosten für die Haltung eines Kraftfahrzeugs in 18 EU-Ländern untersucht - darunter auch Österreich. Verbrenner schneiden zwar deutlich besser ab als Stromer, doch gerade bei All-in-Leasing-Verträgen können sie ihren Nachteil wieder ausbügeln.

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Eine aktuelle Erhebung des Car-as-a-Service-Anbieters LeasePlan zeigt, dass Nutzer in Österreich im Durchschnitt 567 Euro für ihren Benziner, 549 Euro für ihren Diesel und und satte 854 Euro für einen Stromer ausgeben. Damit haben alle Fahrzeugkategorien im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Die Österreicher gaben in der Erhebung im Vorjahr für einen Klein- oder Mittelklassewagen im Monat durchschnittlich 538 Euro für einen Benziner, 497 Euro für einen Diesel und 788 Euro für ein Elektroauto aus (Die Vergleichswerte gibt es unter "Das zahlen die Österreicher im Monat für ihr Fahrzeug"). 

LeasePlan erhebt seit 2017 jährlich die Mobilitätskosten für Klein- und Mittelklasse Pkw. Diese werden basierend auf den vorliegenden Fuhrparkdaten erhoben und alljährlich im „Car Cost Index“ veröffentlicht. Berücksichtigt werden dabei die Ausgaben für die Anschaffung, der monatliche Wertverlust der Fahrzeuge, Reparaturen, Instandhaltung, Versicherungen, Steuern sowie Sprit. 

Laut der aktuellen Erhebung geben Nutzer eines Benzin- oder Diesel-Pkw in Österreich im Schnitt rund 560 Euro monatlich für ihr Fahrzeug aus. Europaweit beträgt der Durchschnitt knapp über 600 Euro pro Monat. Sind Elektroautos hierzulande im Monat noch vergleichsweise teuer, sieht das in anderen Ländern Europas anders aus. In Norwegen, dem E-Auto-Spitzenreiter, und den Niederlanden, sind rein batterieelektrische Fahrzeuge eine konkurrenzfähige Alternative zu den klassischen "Verbrennern". In der Erhebung wurden wurden aber staatliche Förderungen beim Kauf nicht berücksichtigt.

Genau auf dieser Ebene zeichnet sich Österreich laut LeasePlan Österreich Geschäftsführer Hessel Kaastra besonders aus. In Österreich wird der Umstieg auf Elektromobilität in einem Ausmaß staatlich gefördert und subventioniert, wie in keinem anderen europäischen Land. Solange sich diese Rahmenbedingungen nicht ändern, können Elektroautos - abzüglich aller steuerlichen Vorteile und Förderungen - bei der Kostenfrage mit Diesel- und Benzin-Pkw durchaus mithalten oder sogar günstiger sein.“

Bei All-in-Leasing-Verträgen schneiden Stromer gut ab  

Das hängt von der Nutzungsdauer des Stromers ab, ein LeasePlan Rechenbeispiel verdeutlich das. Wenn ein strombetriebener Mittelklasse-Pkw eine Nutzungsdauer von vier Jahren und eine Laufleistung von 20.000 Kilometern pro Jahr aufweist, dann ist dieser abzüglich aller Förderungen und Subventionen bereits günstiger als ein Diesel- oder Benzinfahrzeug. Bei All-in-Leasing-Verträgen - inklusive Versicherung, Service, Reifen und Tanken - wird dieser Umstand besonders deutlich.

Während benzin- beziehungsweise dieselbetriebene Varianten mit mehr als 800 Euro monatlich zu Buche schlagen, steigen Nutzer des strombetriebenen Modells mit knapp 620 Euro pro Monat derzeit deutlich günstiger aus. Berücksichtigt wurden durch LeasePlan alle derzeit geltenden staatlichen Förderungen und Anreize, denn  E-Autos sind in Österreich vorsteuerabzugsberechtigt sowie NoVA- und Sachbezugsbefreit. Zudem wird die Anschaffung von Elektrofahrzeugen mit einem E-Mobilitätsbonus in Höhe von 3.000 Euro pro Fahrzeug gefördert. 

Wie andere Autoleasing-Anbieter auch bereits feststellen konnten, ändert sich stetig das Bewusstsein im Bereich der Fortbewegung. "Unser Car Cost Index zeigt, dass E-Autos insbesondere in Nordeuropa bereits erschwinglich sind und sich das Kostengefälle in anderen Ländern zunehmend ausgleicht“, sagt LeasePlan Corporation CEO Tex Gunning. Auch, wenn die Durchdringung von Elektrofahrzeugen im Business-Umfeld erst langsam voranschreitet, sind die Experten von LeasePlan überzeugt, dass die Zukunft der Firmenflotte elektrisch sein wird. „Der Umstieg auf Elektromobilität ist einer der stärksten Hebel gegen den Klimawandel. Damit sich diese Entwicklung positiv fortsetzt, müssen Regierungen in ganz Europa ihre Anstrengungen verstärken und sich zu langfristigen, ökologischen Anreizen und Infrastrukturprojekten im Bereich EV verpflichten“, betont Kaastra.

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus dem LeasePlan Car Cost Index

  • Im Europavergleich liegt Österreich bei den monatlichen Kfz-Ausgaben im Mittelfeld - besonders tief in die Tasche müssen mit über 800 Euro pro Monat Fahrer in Norwegen und den Niederlanden.
  • Am günstigsten sind Kraftfahrzeuge in Ost- und Südosteuropa. In Griechenland, Rumänien und der Slowakei belaufen sich die monatlichen Ausgaben für einen Diesel-, Benzin- oder Elektro-Pkw auf unter 500 Euro monatlich.
  • Die größten Preistreiber für laufende Kosten sind länderspezifische Kfz-Steuern sowie Versicherungen.
  • Der Car Cost Index wird jährlich erhoben. Tausende LeasePlan-Fahrer weltweit werden sowohl zu ihren Fahrgewohnheiten als auch zu Zukunftstrends befragt. Die publizierten Zahlen beziehen sich auf die laufenden Kosten für Pkw im Klein- und Mittelsegment in den ersten drei Jahren der Nutzung bei einer jährlichen Fahrtstrecke von 20.000 Kilometer.

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