Im Fahrtest: Ford Focus ST

Mit Vollgas ins Homeoffice

So ähnlich haben wohl einige von uns in den letzten Wochen gedacht. Nur das Dringendste draußen erledigen und dann flott wieder in die eigenen vier Wände. Auf eine rasche Art und Weise gelingt das mit dem Ford Focus ST.

Es bedarf mitunter spezieller Mittel, um zur guten Laune zurückzufinden. Um in den manchmal tristen Alltag ein wenig Farbe ins Leben zu bringen, eignet sich hervorragend der Focus ST. In der von uns gefahrenen Version schon alleine wegen der Außenhaut. Der Name „Tropical Orange“ lässt Visionen von Sonne, Strand und Meer aufkommen.

Karosserie/Innenraum

Die Bezeichnung „Kombi“ rattert nicht automatisch durch die Ganglien, steht man vor dem Focus ST in der ST-Line. Zwar spult er in dieser Kategorie die Kilometer ab, wirken tut er wie ein rassiger Sportler. Der wabenförmige Kühler- grill, die aerodynamisch gestalteten Stoßfänger oder auch der steil angewinkelte Dachspoiler im hinteren Bereich und die zwei Auspuff-Endrohre – alles das lässt vermuten, was sich im Fahrmodus so abspielen wird. Bei aller Sportlichkeit vermissen die Insassen nichts an Komfort. Vorne thronen sie auf Recaro-Sportsitzen und sowohl dort als auch im hinteren Bereich oder im Kofferraum bleibt ausreichend Raum für genügend Bewegungsfreiheit respektive Gepäck vorhanden.

Das restliche Geschehen wird geprägt durch das abgeflachte Sportlenkrad, den Aluminium-Schaltknauf oder auch durch die Aluminiumpedale. Technisch gesehen wird der Fahrer unterstützt durch das Ford Sync3 System – für Kommunikation und Entertainment. Die Bedienung des Multimediasystems ist logisch aufgebaut und somit leicht durchschaubar, geschaltet und gewaltet wird per Touchscreen oder Drehregler. Rein praktisch erfreuen zahlreiche Ablagemöglichkeiten das Gemüt und legt man Wert auf einen hochwertigen Klang, dann kommt das B&O-Sound-System gerade richtig.

Motor/Getriebe

Fahrspaß pur – mit seinen 190 PS legt er die Messlatte hoch, was die Performance betrifft. Und zwar vom Start weg. Da ist ordentlich viel Kraft im Spiel, er zieht voll durch bis an die Dreh- zahlgrenze. Das 6-Gang-Getriebe ist knackig zu schalten, das Motorgeräusch ansprechend rassig. Topleistung bei einem erstaunlich zurückhaltenden Verbrauch. 

Fahrwerk/Bremsen

Sportfahrwerk klingt per se hart, in diesem Fall jedoch insassenfreundlich. Er pickt auf der Straße, dass es eine Freude ist. Zentimetergenau befolgt er die Lenkanweisungen, ohne aufzumucken oder ein Eigenleben zu entwickeln. Die standfesten Bremsen tun ihr Übriges, um sich mit einem sicheren Gefühl von A nach B bewegen zu können. 

Fazit

Bei allem Spaß bleiben Nutzen und Komfort nicht auf der Strecke. Preislich auch nicht uninteressant, ab € 37.150,– ist man mit dabei. Und das bei einer Serienausstattung, die durchaus als umfangreich bezeichnet werden kann. Übrigens: zu haben ist er ebenso als Benziner mit beachtlichen 280 PS. (kt)