Morning Briefing - 15.10.2019

Mehr gebrauchte Pkw mit E-Antrieb zugelassen - VW verschiebt Entscheidung über Werk in der Türkei - Fahrdienstleister Uber baut weitere Stellen ab

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Mehr gebrauchte Pkw mit E-Antrieb zugelassen 

Von Jänner bis September 2019 wurden laut Statistik Austria 832.167 gebrauchte Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen. Das sind um 0,6 Prozent oder 5.018 Fahrzeuge weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gebrauchtwagenzulassungen nahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 665.489 ab, Rückgänge gab es dabei sowohl bei Pkw mit Dieselantrieb (Anteil: 60,3 Prozent; minus 1,3 Prozent) als auch bei Benzinern (Anteil: 38,3 Prozent; minus 0,9 Prozent). Zulassungen gebrauchter Pkw mit reinem Elektroantrieb nahmen um 38,8 Prozent auf 2.899 zu (Anteil 0,4 Prozent). Unter den Top 10 Pkw-Marken stieg die Zahl der Gebrauchtzulassungen bei Škoda (plus 9,3 Prozent), Seat (plus 3,1 Prozent), Mercedes ( plus 2,4 Prozent), Audi (plus 2,1 Prozent), BMW (plus 2,0 Prozent) und VW (plus 0,3 Prozent). Rückläufig waren die Zulassungszahlen gebrauchter Pkw für Renault und Peugeot (jeweils minus 9,3 Prozent), Opel (minus 2,1 Prozent) und Ford (minus 0,9 Prozent).

VW verschiebt Entscheidung über Werk in der Türkei

Volkswagen wird einem Konzern-Sprecher zufolge seine Entscheidung verschieben, einen Vertrag mit der Türkei über die Eröffnung eines Automobilwerks abzuschließen. VW reagiert damit auf die Kritik am türkischen Militäreinsatz in Syrien und einen möglichen Reputationsschaden für den Konzern. Eigentlich war die Entscheidung einer Werkseröffnung zugunsten der Türkei und gegen Bulgarien gefallen. VW hatte sich nach monatelangen Verhandlungen über ein neues Werk, in dem Modelle mehrere Konzernmarken gebaut werden sollen, schließlich für die Türkei als Standort entschieden. "Wir beobachten die aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen mit Sorge", sagte ein Konzern-Sprecher gegenüber "Reuters". Anfang des Monats kam es bereits zur Gründung einer Tochterfirma in der westlichen Provinz Manisa, während VW zugleich bekannt gab, bereits in den Abschlussverhandlungen zu stecken, aber noch nicht darüber im Klaren sei, wo das neue Werk errichtet wird. Dem "Handelsblatt" zufolge will der VW-Konzern grundsätzlich an der Werkseröffnung in der Türkei festhalten.

Fahrdienstleister Uber baut weitere Stellen ab

Der US-Fahrtenvermittler Uber streicht erneut mehrere hundert Jobs. Firmenchef Dara Khosrowshahi kündigte in einem Schreiben an die Belegschaft, den das Portal TechCrunch am Montag veröffentlichte, den Abbau von rund 350 Stellen an. Tage wie diese seien "schwierig für uns alle", räumte er darin ein. Er selbst und die Führung des Unternehmens täten alles, um derlei Schritte zu vermeiden. Von den Stellenstreichungen betroffen sind demnach unter anderem der Essenslieferdienst Uber Eats, der Bereich autonomes Fahren und erneut das Marketing. Dem Fachportal zufolge sind mehr als 70 Prozent der von der neuen Entlassungswelle betroffenen Mitarbeiter in Kanada und den USA für Uber tätig. Um Kosten zu sparen und auf einen wirtschaftlich profitableren Kurs einzuschwenken, hatte das US-Unternehmen bereits im Juli 400 Jobs und im September noch einmal 435 Stellen gestrichen - unter anderem in der Technologieabteilung und im Marketing. Seit Uber 2011 in San Francisco die ersten Fahrdienste anbot, ist das Unternehmen rasant gewachsen. Zugleich verpulverte Uber im Zuge dieser Wachstumsstrategie Milliardenbeträge und auch die Aktien liegen mittlerweile deutlich unter dem ursprünglichen Ausgabepreis nach dem Börsengang im Mai. Nach Angaben des Unternehmens arbeiteten zuletzt über 22.000 Menschen für Uber.