Vienna Autoshow 2020

Luxuswagen machen Platz für E-Mobilität

Die 14. Vienna Autoshow steht kommende Woche an und gibt sich heuer wieder etwas reduzierter als im letzten Jahr. Im Gegenzug wird es mehr Elektroautos denn je geben.

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Die 14. Vienna Autoshow gibt sich im Vergleich zum Vorjahr überschaubarer, denn große Anbieter wie Toyota, Fiat, Mazda, Volvo, Citroen und Nissan werden nicht ausstellen. Der dominante Automobilhersteller in den Wiener Messehallen ist von 16. bis 19. Jänner einmal mehr der Volkswagen-Konzern mit seinen zahlreichen Tochter-Marken. Luxuswagenhersteller wie Bentley, Bugatti und Lamborghini werden in diesem Jahr jedoch fehlen: Sie machen sozusagen Platz für die Elektromobilität, der zugleich den Schwerpunkt der diesjährigen Autoshow setzt. Insgesamt werden 40 Marken und 330 Neuwagen vorgestellt. Wie schon in der Vergangenheit findet die Automesse gleichzeitig mit der Ferienmesse statt, im Vorjahr zählte Veranstalter Reed Messe Wien bei beiden Veranstaltungen nach Eigenangaben 164.000 Besucher. Die Messe findet nach einem schwierigen Autojahr statt.

Während die Autobranche verstärkt auf Elektromobilität bauen will, schrumpfen die Zulassungszahlen bei neuen Fahrzeugen. im Vergleich zu 2018 wurden von Jänner bis November um 4,7 Prozent weniger Neuwagen zugelassen, zeigen die statistischen Daten. Insgesamt kamen in den elf Monaten 306.681 Autos neu auf die Straßen. Die Neuzulassungen von Dieselautos sanken um 11,1 Prozent, von Pkw mit Benzinantrieb um fünf Prozent. Der Anteil der Benziner an den neu zugelassenen Pkw lag bei 54 Prozent. Dieselfahrzeuge kamen nur mehr auf 38,2 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 41 Prozent. Bei den Alternativen stiegen die Neuzulassungen - von sehr niedrigem Niveau aus - um 52 Prozent auf 23.766 Pkw. Davon waren 46,6 Prozent Benzin-Hybrid-Pkw, 36 Prozent hatten reinen Elektroantrieb und 15,1 Prozent waren Diesel-Hybrid-Pkw. Am Gesamtmarkt blieb VW mit einem Anteil von 16,1 Prozent Marktführer - trotz eines Rückgangs von 8,7 Prozent.