Morning Briefing

Kalifornien legt Pflichtquoten für Alternativ-Lkw fest - Amazon zeigt Interesse an Zoox - VW in Zwickau baut den letzten Verbrenner

Das Wichtigste in Kürze.

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Kalifornien legt Pflichtquoten für Alternativ-Lkw fest

Kalifornien schreibt ab 2024 einen steigenden Anteil von Lastwagen ohne klassische Verbrennungsmotoren vor. Das zuständige California Air Resources Board (CARB) stimmte am Donnerstag für die Richtlinien, die zunächst fünf bis neun Prozent an Fahrzeugen ohne Emissionen (Zero-Emission Vehicles, ZEV) festschreiben dürften. Bis 2045 sollen dann "soweit möglich" alle verkauften Lastwagen ZEVs sein. Lastwagen sind die größte Quelle von Stickoxiden in dem US-Staat. Dort leben knapp 40 Millionen Menschen, etwa halb so viele wie in Deutschland. Mehrere US-Autobauer wie Tesla und General Motors arbeiten an Lkw mit alternativen Antrieben.

Amazon zeigt Interesse an Zoox 

Der Online-Paketriese scheint seine Fühler nach dem nächsten Elektro-Auto-Start-up auszustrecken. Der weltgrößte Onlinehändler will einem Medienbericht zufolge das Elektroauto-Start-up Zoox für mehr als eine Milliarde Dollar (knapp 900 Millionen Euro) kaufen. Darauf habe man sich verständigt, meldete das Online-Tech-Medium "The Information" unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Die genaue Summe wurde nicht genannt. Der Deal würde Zoox mit weniger als den 3,2 Milliarden Dollar bewerten, die der US-Robotertaxianbieter 2018 laut "Wall Street Journal" bei einer Finanzierungsrunde erzielt hatte. Amazon wie auch Zoox waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der Konzern aus Seattle hat zuletzt seine Investitionen in den Autosektor verstärkt und sich unter anderem an einer Finanzierungsrunde für das Autonome-Fahren-Start-up Aurora beteiligt. 

VW in Zwickau baut den letzten Verbrenner

Im Zwickauer Werk des Autobauers Volkswagen geht an diesem Freitag eine Ära zu Ende: Nach mehr als sechs Millionen produzierten Autos rollt an dem sächsischen Standort das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor vom Band. Anschließend soll die Montagelinie umgebaut werden - für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Bereits Anfang November hatte VW die Serienproduktion des vollelektrischen ID.3 im Zwickauer Werk gestartet. Die Produktion soll nach und nach auf 1500 Fahrzeuge am Tag hochgefahren werden. Der reine Stromer, der ab September auf den Markt kommt, soll eine neu konzipierte Fahrzeugserie begründen, die auch das Massenpublikum ansprechen und die Grundlage für weitere E-Modelle bilden soll.