Automarkt

Ist abonnieren das neue leasen?

Möglichst flexibel und auch bequem soll es sein, zudem kürzere Vertragslaufzeiten, schnellere Verfügbarkeit und weniger Verpflichtungen. Doch wann ist ein Auto-Abo tatsächlich sinnvoller, als ein Leasingvertrag?

Von
Auto Automarkt Leasingmarkt.de Abo-Modell Leasing Tipps & Tricks
Bild 9 von 9
© sanmartial - stock.adobe.com

Fazit: Ein Vergleich lohnt 

Mit ihrem Rundum-Sorglos-Paket, das bis auf das Tanken, Reinsetzen und Losfahren nicht nur sämtlichen Bürokratiestress in puncto Zulassung, Versicherung und Co. vermeidet, sondern auch alle Fahrzeug-Nebenkosten abdeckt, können die neuen Auto-Abos für bestimmte Autofahrer durchaus interessant sein. "Die Vorteile liegen auf der Hand.", sagt Geschäftsführer Robin Tschöpe von Leasingmarkt.de. "Für die unbeschwerte Unabhängigkeit müssen die Abonnenten aber auch mit gewissen Mehrkosten im Vergleich zum Leasing rechnen. Wer sich langfristig an ein Auto binden kann und möchte, sollte die anfallenden Kosten beider Formen zunächst vergleichen. In der Regel ist das Fahrzeug-Leasing in diesem Fall die finanziell attraktivere Lösung.", so der Experte. 

Tipp: Benutzen Sie die linke bzw. rechte Pfeil-Taste Ihrer Tastatur um durch die Fotostrecke zu navigieren.
© nd3000 - stock.adobe.com

Das Auto-Abo ist eine gute Option, wenn... 

1. ... es kurzfristig sein muss.

Vom neuen Job in einer anderen Stadt bis hin zum Totalschaden des alten Fahrzeugs - es gibt viele Gründe, die ein Auto plötzlich notwendig machen. Wartet man beim Kauf oder Leasing aber teils mehrere Monate, sind Abonnenten dank der zumeist sofortigen Verfügbarkeit der Abo-Autos deutlich schneller wieder mobil. Auch für die Überbrückung besagter Wartezeiten beim Leasing und Kauf können die Auto-Abos eine gute Lösung sein.

© Paolese - stock.adobe.com

2. ... es nicht zu kompliziert sein darf.

Der gleiche Leasing-Wagen ist im Abo-Modell tendenziell teurer. Doch wer sich nicht mit Versicherungen, Wartungen, Winterreifen & Co. beschäftigen möchte und ein Budget für diesen Service übrig hat, findet mit dem Auto-Abo in jedem Fall die bequemere Mobilitätslösung. Noch nicht mal die Anmeldung beim Straßenverkehrsamt muss dann selbst erledigt werden. 

© Sven Krautwald - stock.adobe.com

3. ... man verschiedene Fahrzeuge testen möchte. 

Reicht der Golf für Kinderwagen und Ski-Ausrüstung? Ist die neue A-Klasse tatsächlich so überzeugend wie ihre Bewertungen? Oder ist die Zeit gekommen, auf ein E-Auto umzusteigen? Kurze Vertragslaufzeiten (1-6 Monate, vom Anbieter abhängig) erlauben es, sich vor dem Kauf oder Leasing erst mal hinter verschiedene Lenkräder zu setzen. Anbieter ermöglichen es teils zudem, das Auto-Modell innerhalb des Abo-Vertrages zu wechseln. 

 

© Kalyakan - stock.adobe.com

4. ... man sich nicht festlegen kann. 

Die Ansprüche an die eigene Mobilität können sich von einem Tag auf den anderen verändern. Ist ein Smart für den Arbeitsweg in der heimischen Großstadt bestens geeignet, so kann ein zeitlich befristetes Job-Projekt an einem weiter entfernten Ort plötzlich ein Modell mit Langstreckenqualitäten verlangen - mit dem Abonnement kein Problem.  Aber auch das Cabrio im Sommer und der SUV im Winter sind möglich. Die leicht anzupassenden Verträge erlauben es, für verschiedenste Anlässe und Bedürfnisse das richtige Auto zu fahren. 

© pixarno - stock.adobe.com

5. ... ein Mietwagen zu teuer wird. 

Besonders hohes Sparpotenzial bietet das Auto-Abo im Vergleich zur klassischen Miete. Warum für zwei Wochen ein Auto mieten, wenn man es zum gleichen Preis einen ganzen Monat abonnieren kann? So kostet die Miete eines Opel Astra ST bei Europcar für zehn Tage stolze 333 Euro. Im Abo für einen ganzen Monat hingegen nur 329 Euro. 

© Porsche

Das Auto-Abo ist keine gute Option, wenn... 

1. ... man sich langfristig an ein bestimmtes Auto binden möchte. 

Wer kein Interesse an einem ständigen Fahrzeugwechsel hat und sich lieber für zwei oder drei Jahre an ein bestimmtes Modell binden möchte, ist mit dem klassischen Leasing weiterhin gut beraten. Möchte man das Fahrzeug gar sein Eigen nennen, bleibt der Kauf natürlich die erste Wahl. 

© Room 76 Photography - stock.adobe.com

2. ... man besondere Ansprüche hat. 

Die schnelle Verfügbarkeit der Autos im Abo-Modell kann natürlich nur mit bereits vorkonfigurierten Fahrzeugen gewährleistet werden. Können beim Leasingwagen individuelle Wünsche wie zum Beispiel ein Sportpaket oder eine Anhängerkupplung problemlos berücksichtigt werden, haben Abonnenten hierbei zumeist kein Mitspracherecht. 

© velimir - stock.adobe.com

3. ... der Fahrer noch sehr jung ist. 

Einige Anbieter schreiben ein Mindestalter von 21 oder sogar 23 Jahren für ihre Vertragspartner vor. Steht also nach der bestandenen Führerscheinprüfung das erste eigene Auto auf dem Plan, fallen manche Abo-Modelle damit automatisch weg. 

© sanmartial - stock.adobe.com

Fazit: Ein Vergleich lohnt 

Mit ihrem Rundum-Sorglos-Paket, das bis auf das Tanken, Reinsetzen und Losfahren nicht nur sämtlichen Bürokratiestress in puncto Zulassung, Versicherung und Co. vermeidet, sondern auch alle Fahrzeug-Nebenkosten abdeckt, können die neuen Auto-Abos für bestimmte Autofahrer durchaus interessant sein. "Die Vorteile liegen auf der Hand.", sagt Geschäftsführer Robin Tschöpe von Leasingmarkt.de. "Für die unbeschwerte Unabhängigkeit müssen die Abonnenten aber auch mit gewissen Mehrkosten im Vergleich zum Leasing rechnen. Wer sich langfristig an ein Auto binden kann und möchte, sollte die anfallenden Kosten beider Formen zunächst vergleichen. In der Regel ist das Fahrzeug-Leasing in diesem Fall die finanziell attraktivere Lösung.", so der Experte.