Premiere

Im Nachfolger des Porsche Cayman GT4 steckt ein Stückchen Natur

Nur drei Jahre nach seiner Markteinführung erhält der Porsche Cayman GT4 Clubsport einen Nachfolger. Welche besondere Rolle diesmal Biofasern spielen, lesen Sie hier.

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© Lisa Linke

Bei der Namenslänge hat der Traditionshersteller aus Weissach nicht gespart. 718 Cayman GT4 Clubsport heißt der neue einsitzige Porsche, der die Rennstrecke sein Metier nennen wird. Macht es schon Spaß mit einem Porsche 911 über die Deutsche Autobahn zu brettern, so können nun Adrenalinsüchtige mit dem nötigen "Kleingeld" im Cockpit des 718 Cayman GT4 Clubsport auf privaten Rennstrecken richtig Gas geben. Eine Straßenzulassung gibt es für den reinen Rennwagen nicht. Für richtige Wettbewerbe auf nationaler und internationaler Ebene gibt es die Ausführung "Competition". 

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Bei der Namenslänge hat der Traditionshersteller aus Weissach nicht gespart. 718 Cayman GT4 Clubsport heißt der neue einsitzige Porsche, der die Rennstrecke sein Metier nennen wird. Macht es schon Spaß mit einem Porsche 911 über die Deutsche Autobahn zu brettern, so können nun Adrenalinsüchtige mit dem nötigen "Kleingeld" im Cockpit des 718 Cayman GT4 Clubsport auf privaten Rennstrecken richtig Gas geben. Eine Straßenzulassung gibt es für den reinen Rennwagen nicht. Für richtige Wettbewerbe auf nationaler und internationaler Ebene gibt es die Ausführung "Competition". 

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Beim 718 Cayman GT4 Clubsport handelt es sich um eine Weiterentwicklung des ersten Cayman GT4 Clubsport, der seine Premiere erst vor drei Jahren feierte. Angetrieben wird der 718 GT4 Clubsport von einem 3,8 Liter großen Sechszylinder-Boxermotor mit 313 kW (425 PS). Gegenüber dem Erstmodell hat das Aggregat ein Leistungsplus von 40 PS gewonnen. Die Kraftübertragung an die Hinterräder übernimmt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die technische Ausstattung umfasst auch eine mechanische Hinterachs-Quersperre (Torque Vectoring). 

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Die Leichtbau-Federbein-Vorderachse stammt vom großen Bruder 911 GT3 Cup. Die großzügig dimensionierte Rennbremsanlage ist im Durchmesser vorne und hinten mit jeweils 380 Millimeter großen Stahlbremsscheiben ausgestattet. Bei der Ausführung für Wettbewerbe sind die Stoßdämpfer dreifach verstellbar. Der Sicherheitstank ist mit 115 Litern Kapazität auch für Langstreckenrennen geeignet. Die Bremsbalance lässt sich über ein Waagebalken-System zwischen Vorder- und Hinterachse stufenlos verstellen. Schnelle Boxenstopps garantiert die integrierte Lufthebeanlage.

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Das Rennlenkrad aus dem 911 GT3 R lässt sich abnehmen und bietet verschiedene Verstellmöglichkeiten im direkten Blickfeld des Fahrers. Für nochmals verbesserte Sicherheit im Rennbetrieb gibt es eine automatische Feuerlöschanlage. In der "Competition"-Variante wird serienmäßig ein Sicherheitskäfig eingeschweißt. Ein Rennschalensitz und 6-Punkt-Gurte dürfen natürlich nicht fehlen.Der neue Rennbolide von Porsche bringt dabei lediglich 1.320 Kilogramm auf die Waage. 

Die Basis-Variante „Trackday“ hat es auf Hobbypilote abgesehen, die den 718 Cayman GT4 Clubsport bei privaten Rennstreckenevents und Clubsportveranstaltungen einsetzen wollen. Das Fahrzeug besitzt eine fixe Stoßdämpferabstimmung, die in Kombination mit den im Bedarfsfall abschaltbaren Assistenzsystemen ABS, ESC und der Traktionskontrolle für ein ausgeglichenes Fahrverhalten im Grenzbereich sorgen soll. Serienmäßig sind eine Klimaanlage, eine Rettungsluke im Dach, ein Handfeuerlöscher sowie ein 80 Liter fassender FT3-Sicherheitstank vorhanden.

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Besondere Aufmerksamkeit schenkte der Luxusauto-Hersteller der Karosserie. Porsche rühmt sich damit, mit dem Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport das erste in Serie produzierte Rennfahrzeug anzubieten, das über Karosserieteile verfügt, die aus einem Biofaser-Verbundwerkstoff bestehen. Zum Einsatz kommen dabei primär Reststoffe aus der Landwirtschaft wie Flachs- oder Hanffasern. Sie sollen hinsichtlich Gewicht und Steifigkeit ähnliche Eigenschaften besitzen wie Kohlefasern.

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„Im neuen Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport stecken noch bedeutend mehr Renn-Gene als in seinem erfolgreichen Vorgänger“, sagt Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger. „Die Motorleistung ist deutlich gestiegen." Fürs kleine "Geldbörserl" ist Porsche ohne hin nicht einmal im entferntesten spruchreif. Beim 718 Cayman GT4 Clubsport, der lediglich auf Rennstrecken gefahren werden darf, ist das keine Ausnahme. Wen es dennoch interessiert: Die Variante für Hobby-Rennsportler ("Trackday") kostet 134.000 Euro, die auf Wettbewerbe ausgelegte Version 157.000 Euro. 

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Von der ersten Generation, dem Cayman GT4 Clubsport, wurden bislang 421 Autos ausgeliefert. An diesen Verkaufswerten will sich Porsche nun auch mit der neuen Generation seines Hobby-Rennsportler orientieren. Beide Ausführungen sind ab sofort bestellbar und werden ab Februar an Teams und Fahrer in aller Welt ausgeliefert.