Designstudien

Geben diese Designstudien tatsächlich Einblick in die Zukunft?

Eines vorweg: Designstudie bleibt Designstudie, Prototyp bleibt Prototyp. Ob sich daraus später auch tatsächlich ein straßentaugliches Gefährt entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab. Wir haben dennoch einige der neuesten Konzeptfahrzeuge aufgelistet, um einen Überblick über aktuelle Trends zu geben. Einige davon wurden vor Kurzem auf der Monterey Car Week in Kalifornien vorgestellt.

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© INFINITI

Auf der diesjährigen Monterey Car Week in Pebble Beach (Kalifornien) präsentierte der Premiumhersteller Infiniti eine neue Designstudie mit dem Namen Prototype 10. Viel verriet der Hersteller noch nicht, außer, dass das Fahrzeug den Geist früherer kalifornischer Rennfahrzeuge einfangen und diesen auf die Era elektronischer Vehikel ummünzen soll. 

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Auf der diesjährigen Monterey Car Week in Pebble Beach (Kalifornien) präsentierte der Premiumhersteller Infiniti eine neue Designstudie mit dem Namen Prototype 10. Viel verriet der Hersteller noch nicht, außer, dass das Fahrzeug den Geist früherer kalifornischer Rennfahrzeuge einfangen und diesen auf die Era elektronischer Vehikel ummünzen soll. 

© @_fraser73

Infiniti gab selber an, ab 2021 jedes neue Fahrzeugmodell, wie auch dieses, mit einem elektrischen Antriebsstrang auszustatten. Orientiert haben dürfte sich das Design des Prototype 10 am Prototype 9, einem Retro-Roadster, welcher im Vorjahr auf dem Pebble Beach seine Prämiere feierte. Wie in einem Rennwagen üblich verfügt das Konzeptfahrzeug über ein Monoposto Cockpit. 

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Geleitet wird das Projekt von Karim Habib, Infiniti's neuem leitendem Automobildesigner. Mehrere Stationen hat das Projekt bereits durchlaufen. Beteiligt hat sich etwas das Infiniti Design Center in Japan. Gezeichnet wurde das Fahrzeug digital in Großbritannien, die Handfertigung erfolgte wiederum in San Diego, Kalifornien. 

© Opel Automobile GmbH

Auch Opel präsentiert mit der Studie GT X Experimental vor Kurzem ein kompaktes, futuristisches City-SUV, das einen Ausblick auf künftige Opel-Modelle liefern soll. Gemäß dem Versprechen von Opel, bis 2024 alle Baureihen zu elektrifizieren, handelt es sich dabei um ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug.

© Opel Automobile GmbH

Zwar ist der GT X Experimental kein verschärfter Sportwagen im Look eines Batmobils, Opel scheint es mit diesem Konzept entgegen anderer Hersteller aber zumindest bis zur Marktreife bringen zu wollen, wenngleich kein konkretes Erscheinungsdatum kommuniziert wurde. Der unter der Fuchtel des französischen PSA-Konzerns stehende Autobauer möchte mit diesem Fahrzeug jedoch die Rückkehr in die Profitabilität schaffen. 

© Opel Automobile GmbH

Opel's Konzeptfahrzeug ist gerade einmal 4,06 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,53 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,62 Meter. Zum Vergleich: Der Hyundai Kona Elektro kommt auf eine Länge von 4,18 Meter, ist 1,80 Meter breit und 1,57 Meter hoch. Radstand: 2,60 Meter. Der GT X Experimental soll einen 50 kWh großen Akku besitzen, der zudem induktiv geladen werden kann.  

© Opel Automobile GmbH

SUVs müssen laut Opel effizienter werden. Deshalb basiert der GT X Experimental auf einer „Leichtbau-Architektur, hat einen kleineren ökologischen Fußabdruck und fährt auf 17-Zoll-Rädern, die optisch größer erscheinen – gut für Fahrkomfort und Außenwirkung gleichermaßen“. Als Karosserietyp wurde bewusst ein SUV gewählt. „Es sind die beliebtesten Fahrzeuge auf dem Markt“, teilt Opel-Chef Michael Lohscheller mit. Der Autobauer rechnet damit, dass 2021 rund 40 Prozent aller verkauften Opel-Fahrzeuge SUVs sein werden. Aufbauen soll dieser laut „Automobilwoche“ auf der PSA-Konzernplattform CMP (auch EMP1-Plattform genannt). 

© Daimler AG

Wenn es um neue Designs und Konzepte geht, dann möchte der Automobilriese Mercedes freilich ebenfalls mitmischen. Rechnung tragen die Stuttgarter mit dem Fahrzeug Vision EQ Silver Arrow, der sich nicht nur beim Namen an den Silberpfeil von einst anlehnen soll. Der Einsitzer ist als Hommage an den erfolgreichen Rekordwagen W 125 von 1937 zu verstehen. 

© Daimler AG

Das 5,30 Meter lange und rund einen Meter flache "Showcar" verfügt über eine Leistung von 550 kW (750 PS). Für den Vortrieb sorgt je ein Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse. Die Fahrcharakteristik des Einsitzers lasse sich über eine Momentverteilung des permanenten Allradantriebs verändern. Der Akku im Unterboden soll eine nutzbare Kapazität von 80 kWh bereitstellen. Damit lasse sich laut Mercedes eine Reichweite von über 400 Kilometer im WLTP-Zyklus erreichen. Gekühlt wird die Batterie mit Hilfe von seitlichen Lüftungsschlitzen.

© Daimler AG

Mit der Studie gab Mercedes auf dem Concours d’Elegance in Pebble Beach einen Ausblick auf die Zukunft des Designs der Marke. Gleichzeitig will der Autobauer so auch weiter auf seine Elektromarke EQ aufmerksam machen. Da es sich dabei bisher nur um ein reines Showcar handelt, ist es unwahrscheinlich, dass es dieses Gefährt jemals in die Serienproduktion schafft. Vielleicht stellt sich Daimler so allerdings auch den Motorsport der Zukunft vor.
 

© AUDI AG

Ein weiterer sportlich anmutender Konzept-Flitzer kommt von Audi. Entstanden ist das Design des PB18 e-tron im kalifornischen Malibu. Das Namenskürzel „PB18 e-tron“ verweist sowohl auf den Premierenort Pebble Beach als auch auf den erfolgreichen LeMan-Rennwagen Audi R18 e-tron. Ob es irgendwann in Großserie produziert wird, ist noch unklar. 

© AUDI AG

Innen sitzt der Fahrer in einer seitwärts verschiebbaren Monocoque-Schale, um gegebenenfalls Platz für einen Beifahrer zu schaffen. Die Lenkung und Pedalerie greift auf die Drive-by-Wire-Technologie zurück. Bedeutet, dass zwischen diesen Komponenten keine mechanische Verbindung mehr besteht. 

© AUDI AG

Angetrieben wird die Designstudie von drei E-Maschinen, von denen sich eine an der Vorderachse und zwei an der Hinterachse befinden. Letztere sind mittig zwischen den Achsschenkeln positioniert und treiben über Halbwellen direkt jeweils ein Rad an. Die maximale Gesamtleistung beziffert Audi auf 500 kW. Kurzzeitig sind zum „Boosten“ sogar bis zu 570 kW möglich. Das Drehmoment wird mit 830 Newtonmeter beziffert. In gut zwei Sekunden geht es von 0 auf 100 Studienkilometer.