Morning Briefing

EU-Kommission plant große Veränderung des Verkehrssektors - Gericht stoppt Rodung für Gigafactory in Grünheide - Jetzt reduziert auch Bosch die Beteiligung an Nikola

Das Wichtigste in Kürze.

EU-Kommission plant große Veränderung des Verkehrssektors

Saubere Autos, Flugzeuge und Schiffe sowie deutlich mehr Hochgeschwindigkeitszüge: Im Kampf gegen den Klimawandel setzt die EU-Kommission auf eine Neuausrichtung der Mobilität in Europa. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Strategiepapier, über das die EU-Kommission an diesem Mittwoch beraten will. Es sollen mindestens 30 Millionen emissionsfreie Autos auf den Straßen Europas unterwegs sein. 100 europäische Städte sollen bis 2030 klimaneutral werden - also bereits früher jenes Ziel erreichen, das sich die EU im Ganzen erst für 2050 vorgenommen hat: nicht mehr Emissionen auszustoßen, als anderswo gleichzeitig eingespart werden.

Gericht stoppt Rodung für Gigafactory in Grünheide 

Per Eilentscheid hat das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) die weitere Rodung auf dem Tesla-Fabrikgelände in Grünheide gestoppt. Die endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Wann das der Fall sein wird, ist bisher noch offen. Laut „Tagesspiegel“ wird aus der Sicht von Tesla das bisherige Kieferwaldareal zum jetzigen Zeitpunkt zwingend gebraucht, um eine Abwassertrasse für die Fabrik und Abstellflächen zu schaffen. Die Produktion des US-Elektroautobauers in Grünheide soll bereits im Juli 2021 starten. Jährlich sollen dort bis zu 500.000 Elektroautos vom Band laufen. Bisher baut Tesla auf Grundlage vorläufiger Teilgenehmigungen.

Jetzt reduziert auch Bosch die Beteiligung an Nikola

Nach dem Rücktritt von Nikola-Chef Trevor Milton läuft es für das Unternehmen Nikola Motor alles andere als rund. Nach General Motors als finanzstarker Investor hat nun auch Automobilzulieferer Bosch Anteile verringert. Bosch verringert seine Beteiligung an Nikola von 6,4 auf 4,9 Prozent. Bosch gab keinen Grund für seinen Schritt an. Ein US-Sprecher sagte nur, man habe mit dem Investment die Entwicklung von Wasserstoff-Technologien voranbringen wollen. Nach der festgesetzten Haltedauer habe man einen Teil der Anteile verkauft. Bosch war an der Entwicklung des Antriebs der Nikola-Lkw beteiligt. Diese sollen sowohl mit batterieelektrischem als auch mit Brennstoffzellen-Antrieb fahren. In Europa soll Bosch die Brennstoffzellen liefern, in den USA sollen diese von GM kommen.