Morning Briefing - 13.05.2019

EU-Handelskommissarin glaubt nicht an weitere US-Autozölle - Knoten Stockerau soll ausgebaut werden - KTM-Chef: Elektroautos für Klima unverantwortlich

Das Wichtigste des Tages zusammengefasst.

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EU-Handelskommissarin glaubt nicht an weitere US-Autozölle

Mit keinen weiteren Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU in die US, rechnet US-Handelskommissarin Cecilia Malmström. "Die Deadline für die Autozoll-Entscheidung ist der 18. Mai (Samstag), aber die Frist kann verlängert werden. Und es gibt Signale, dass sie verlängert werden könnte - wegen den Verhandlungen zwischen den USA und China", sagte die Schwedin der "Süddeutschen Zeitung". Darauf wollten sich die Amerikaner konzentrieren. Für den Fall von US-Autozöllen sieht Malmström die EU gewappnet: „Wir sind auf das Schlimmste vorbereitet.“ Die EU-Kommission habe eine fertige Liste mit US-Produkten, gegen die dann Vergeltungszölle verhängt würden. Es seien „ähnliche Produkte“ wie beim Fall von Boeing und Airbus, etwa Ketchup, Koffer und Traktoren. Insgesamt gehe es um ein Handelsvolumen von etwa 20 Milliarden Euro. Malmström erinnerte der Zeitung zufolge allerdings an eine Abmachung zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von Juli 2018. „Solange wir uns in Verhandlungen befinden, werden keine neuen Zölle verhängt“, sagte sie. „Wir hoffen, der US-Präsident hält sich daran.“

Asfinag plant Ausbau des Knotens Stockerau 

Rund 80 Millionen Euro sollen laut Asfinag in den Ausbau des Knoten Stockerau fließen. Zwischen Stockerau-Ost und dem Knoten Stockerau soll die Autobahn von vier auf sechs Fahrspuren verbreitert werden, damit verbunden sind Lärmschutzwände in beide Richtungen. Zudem soll die Abfahrt von der A22 auf die S5 zweispurig ausgebaut werden. Außerdem ist geplant, die Weinviertler Schnellstraße (S3) im Bereich Knoten Stockerau tiefgreifend zu sanieren. Derzeit werde festgestellt, ob dafür eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sei, heißt es. Baubeginn sei mit 2020 vorgesehen. Die Bürgerinitiative „Tunnel und grüner Übergang“ fordert indes, die Autobahn in einen Tunnel zu bauen. Dieser soll begrünt werden und die Stadt Stockerau mit der Au verbinden. Die Kosten würden sich dadurch allerdings auf über 300 Millionen Euro belaufen. Die geplante Variante mit den Lärmschutzwänden sei kostengünstiger, heißt es von der Asfinag. Eine weitere Forderung der Bürgerinitiative ist, die Anzahl der Fahrspuren im Streckenabschnitt Stockerau-Ost bis einschließlich Stockerau-Nord von drei auf vier zu erhöhen. Die Sicherheit sowie der Verkehrsfluss sollen dadurch garantiert bleiben, heißt es auf der Homepage der Bürgerinitiative. Dies sei laut Asfinag aber verkehrlich nicht notwendig, drei Fahrspuren pro Richtung seien ausreichend.

KTM-Chef: Elektroautos für Klima unverantwortlich

KTM-Chef Stefan Pierer fand gegenüber dem Magazin "Trend" harte Worte,  wenn es um das Thema Elektromobilität geht. Auf der Langstrecke sei der Hype um die Elektromobilität unverantwortlich. "Ein durchschnittliches Batteriepackage eines reinen Elektroautos wiegt 600 Kilogramm. Der CO2-Fußabdruck für die Herstellung dieses Pakets, bis es im Auto eingebaut ist, entspricht dem CO2-Abdruck eines Verbrenners mit 50.000 Kilometer Reichweite", so Pierer. Im Kurzenstreckenbereich sieht sich das Unternehmen aus Mattighofen jedoch als Pionier. Neben dem negativen ökologischen Fußabdruck käme ein Sicherheitsproblem hinzu. "Bevor man einen Verletzten aus einem Elektroauto holen kann, muss man den Wagen erst einmal spannungsfrei machen, sonst ist man selbst in Lebensgefahr. Wenn ein Elektrofahrzeug brennt, ist es nicht mit Schaum oder Wasser löschbar." An dem Hype um die E-Mobilität schuld, sieht Pierer die Industrie, die diesen durch den Dieselskandal heraufbeschworenen hat. Als Zukunftsmärkte macht Pierer den indischen Subkontinent aus, dort werde sich die abgesetzte Stückzahl an Bikes verdoppeln, während er in den USA eine Stagnation erwartet.