Mobilität

Ergebnisse des smarten Verkehrssystems C-ITS werden im Juni präsentiert

Das 2016 gestartete europäische Projekt C-Roads geht in die Endphase. Hierbei wurden viele Schritte gesetzt, um eine harmonisierte Umsetzung von kooperativen Systemen voranzutreiben. "C-ITS ist nun ein zuverlässiger Teil des Mobilitätssystems geworden", betont Martin Böhm, General Secretary der C-Roads-Plattform und Business Unit Leiter bei AustriaTech. Die Ergebnisse werden am 4. Juni im Rahmen der URBIS SMART CITY FAIR vorgestellt.

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Wie kommunizieren smarte Fahrzeuge effektiv mit Ihrer Umgebung? Das wird in dem 2016 gestarteten länderübergreifenden Projekt C-Roads erhoben, das im Sommer dieses Jahres zum Projektabschluss kommt. Bislang wurden darin viele Schritte gesetzt, um eine harmonisierte Umsetzung von kooperativen Systemen voranzutreiben. Teil davon sind sogenannte Intelligente Verkehrssysteme (C-ITS), die miteinander kooperieren können.

Sie umfassen eine Gruppe von Technologien und Anwendungen, die einen effektiven Datenaustausch durch drahtlose Kommunikationstechnologien zwischen Komponenten und Akteuren des Verkehrssystems ermöglichen. Der Datenaustausch kann sowohl zwischen Fahrzeugen (V2V) oder zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur (V2I) stattfinden. Der Vorteil für die NutzerInnen ist, dass sie Informationen zu Verkehrsfluss und Route zeitgerecht und ortsabhängig direkt in ihr Fahrzeug übermittelt bekommen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zu mehr Sicherheit auf den Straßen geleistet.

Essentiell für automatisiertes Fahren

Die Forschungsgesellschaft AustriaTech beschäftigt sich bereits seit 2006 intensiv mit dem Thema C-ITS. Mit dem EU-Projekt COOPERS wurde der Fokus vor allem auf eine präzisere situationsabhängige Verkehrsinformation für die Fahrenden gelegt und wie ein stabiler und verlässlicher Datenaustausch gewährleistet werden kann. 2017 startete dann das nächste Projekt, an dem AustriaTech beteiligt war. In EasyWay ging es um die harmonisierte Umsetzung von ITS auf Europas hochrangigem Straßennetz. Seitdem hat sich das Thema laufend weiterentwickelt. So ist heute klar, dass C-ITS auch für neue Technologien, wie das automatisierte Fahren essenziell ist oder in weiteren Bereichen, wie zum Beispiel dem städtischen öffentlichen Verkehr zum Einsatz kommt.

Harmonisierung auf internationaler Ebene

Im Fokus der Bestrebungen steht neben der technisch reibungslosen und verlässlichen Abwicklung vor allem der Aspekt der harmonisierten Umsetzung von C-ITS auf europäischer Ebene. Um diese voranzutreiben startete 2016 das EU-Projekt C-Roads. Darin wird in großem Maßstab an eben dieser Harmonisierung gearbeitet sowie in verschiedenen Pilotprojekten auf die jeweils nationalen Besonderheiten bei der Umsetzung eingegangen.

Es wurden darin bestimmte C-ITS-Services definiert, die im Laufe des Projekts sowohl national als auch grenzüberschreitend getestet werden sollten. Für AustriaTech war C-Roads ein Schlüsselprojekt, weil damit die Möglichkeit geschaffen wurde, eine Vorreiterrolle einzunehmen und aktiv mitzugestalten. AustriaTech konnte hier auf ihr internationales Netzwerk und langjährige Expertise zurückgreifen. Die Plattform hat im Laufe der Jahre zahlreiche weitere Initiativen auf diesem Gebiet angestoßen.

C-Roads-Projekt endet im Juni mit Online-Event

“Als wir 2006 mit dem COOPERS-Projekt begannen, waren vernetzte intelligente Verkehrssysteme noch eine vage Idee für das Mobilitätssystem der Zukunft. Jetzt, 16 Jahre später, ist C-ITS dank C-Roads endlich ein echter und zuverlässiger Teil unseres Mobilitätssystems“, betont Martin Böhm, General Secretary der C-Roads-Plattform und Business Unit Leiter bei AustriaTech und ergänzt: “Wir sind stolz, dass wir Teil dieser spannenden Entwicklung sein konnten, die maßgeblich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen wird.“  

Im Juni 2021 endet das EU-Projekt C-Roads. In einer C-ITS-Roadshow im Rahmen der URBIS SMART CITY FAIR werden am 4. Juni die Ergebnisse präsentiert. Unter anderem werden bei diesem Online-Event Details zur Verfügbarkeit von C-ITS vorgestellt und wie C-ITS den Weg für Automatisiertes Fahren ebnen kann. Weiters werden die Ergebnisse diverser Länder übergreifender Tests sowie ein Live-Demonstration gezeigt.

C-ITS Roadshow powered by C-Roads

4. Juni 2021, 9.00-17.00 Uhr, im Rahmen der URBIS SMART CITY FAIR

Details zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter www.saferoads.today

Wie es weitergeht:

Die aktuellen C-Roads-2-Projekte laufen bis Ende 2023. Hier liegt der Fokus auf urbanen Anwendungsfällen liegen. Des Weiteren soll der öffentliche Verkehr stärker in die C-IST-Entwicklungen einbezogen werden. Das C-Roads Harmonised Communication Profile wird ebenfalls laufend weiterentwickelt.

Die Meilensteine von C-Roads im Überblick

Die Schritte, die C-Roads hier gegangen ist, waren wegweisend für eine erfolgreiche Umsetzung kooperativer Systeme auf europäischem Level:

2016

  • Kick-off der C-Roads-Plattform mit 8 Ländern
  • Definition sogenannter „Day1-C-ITS Services“

2017

  • Kooperation mit dem „Car2Car“-Communication Consortium und Unterzeichnung eines Memorandum of Unterstanding + 8 Länder (insgesamt 16 Länder)

2018

  • Unterzeichnung eines weiteren Memorandum of Understanding mit der European Association of Operators for Top Road Infrastructure (ASECAP)

2019

  • Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding mit DATEX II und Anpassung des DATEX II Models unter Berücksichtigung der definierten C-ITS Services + 2 Länder (insgesamt 18 Länder)
  • Erweiterung der C-ITS Services um sogenannte „Urban Use Cases“, abseits vom hochrangigen Straßennetz

2020

  • Start der Ausrollung von C-ITS auf Teilen des österreichischen Autobahnnetzes
  • Weiterentwicklung der C-ITS Services inklusive der Definition von „Day2-C-ITS Services“

2021

  • Projektabschluss und Präsentation der Ergebnisse im Rahmen der C-ITS Roadshow