Morning Briefing - 26.09.2019

Elon Musk stärkt angeklagtem VW-Chef Herbert Diess den Rücken - Bericht: VW finalisiert Gespräche über Automobilwerk nahe Izmir - Asfinag rechnet mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in den nächsten Tagen

Das Wichtigste in Kürze.

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Elon Musk stärkt angeklagten VW-Chef Herbert Diess den Rücken 

In gewohnter Manier meldet sich Tesla-CEO Elon Musk per Twitter zu Wort. Diesmal schießt er verbal aber nicht gegen die Konkurrenz, sondern stärkt dieser sogar den Rücken. Konkret geht es um VW-Chef Herbert Diess, der eben erst durch das Braunschweiger Landesgericht verklagt worden ist. Die Staatsanwaltschaft wirft Diess, Hans Dieter Pötsch und Martin Winterkorn vor, Anleger im Jahr 2015 nicht rechtzeitig über die Risiken des Dieselskandals informiert zu haben. Derzeit wird geprüft, ob es zu einem Strafprozess kommt. Für Musk scheint das aber zweitrangig zu sein, gilt er doch selber als jemand, der die Aktionäre und Investoren gerne im Unklaren lässt. „Herbert Diess tut mehr dafür, dass es Elektro-Autos geben wird, als jeder andere große Autohersteller. Die „Guten“ in dieser Welt sollten immer zuerst kommen. Er hat meine Unterstützung, falls das was wert ist“, schrieb Musk auf Twitter.  

Bericht: VW finalisiert Gespräche über Automobilwerk nahe Izmir 

Volkswagen befindet sich einem "Reuters"-Bericht zufolge in finalen Gesprächen über die Eröffnung eines Automobilwerks nahe Izmir. VW-Marken-Produktionsvorstand Andreas Tostman rechne damit, dass man in rund zwei Wochen zum Abschluss komme - “vielleicht auch früher”. Es gehe derzeit um die “finale Vertragsgestaltung” und darum, die Vereinbarung unterschriftsreif zu machen. Auf die Frage, ob man noch mit anderen Partnern verhandle, sagte Tostmann nur, dass man zurzeit den Fokus auf die Finalisierung mit der Türkei habe. Als Alternative hatte Bulgarien gegolten. Die neue Mehrmarken-Fabrik mit einer geplanten Jahreskapazität von bis zu 300.000 Fahrzeugen und rund 4000 Beschäftigten soll in Manisa im Westen Anatoliens entstehen. Mit dem Bau soll Ende 2020 begonnen werden, der Produktionsstart ist für 2022 vorgesehen. Im neuen Werk sollen der VW Passat und der baugleiche Skoda Superb für den Export nach Osteuropa vom Band rollen.

Asfinag rechnet mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in den nächsten Tagen

Rund um den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erwartet der Autobahn- und Straßenbetreiber Asfinag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, denn viele werden das verlängerte Wochenende für einen Kurztrip nutzen. Mit Verzögerungen und mehr Verkehr ist deswegen auf der A8, A12 und A13 bereits ab Mittwoch und am Freitag zu rechnen. Dazu starten noch in weiten Teilen Deutschlands die Herbstferien. Weiterhin mehr Zeit einplanen müssen Verkehrsteilnehmende aufgrund der Grenzkontrollen in Fahrtrichtung Deutschland, wie etwa am Walserberg oder bei Kufstein-Kiefersfelden. Zudem läuft seit dem 21. September das Oktoberfest in München. Zwischen Salzburg und München kann es deshalb am Samstag in Richtung Deutschland und am Sonntag in Richtung Österreich zu Behinderungen aufgrund des starken An- und Abreiseverkehrs kommen. Und am kommenden Wochenende finden am Redbull Ring in Spielberg die E-Mobility-Days statt. Mit Verzögerungen ist deshalb auf der S 36 bei Knittelfeld-West und Zeltweg-West zu rechnen.