Rückblick

E-Klasse: Eine Kombinationslimousine mit Geschichte

Die Mercedes E-Klasse ist wohl vielen Autokennern ein Begriff. Vor 35 Jahren wurde das Model T der Baureihe 124 präsentiert. Grund genug für einen Rückblick.

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© Daimler AG

Aus der direkten Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und AMG geht bei den E-Klasse T-Modellen 1993 das Hochleistungsfahrzeug E 36 AMG hervor. Den 3,6-Liter-Motor entwickelt AMG in Affalterbach aus dem Serienmotor M 104 mit 3,2 Liter Hubraum und verwandelt ihn dabei unter anderem vom Kurzhubmotor zum Langhubmotor. 

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Ab in den Urlaub: Die Mercedes-Kombinationslimousine "Model T" der Baureihe 124 sollte genau darauf ausgelegt sein - besser bekannt unter der Bezeichnung "E-Klasse". Die Faktoren Freizeit und Reisen bildeten die Grundlage für die erhöhte Nachfrage nach diesem Typen. Immerhin ließ sich vielmehr transportieren, als mit einem Kleinwagen. Bezeichnend stand Model T übrigens für „Tourismus und Transport“ 

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Vor 35 Jahren wurde auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main das T-Modell der Baureihe 124 vorgestellt. Erstmals tauchte auch der Name "E-Klasse" auf. Im Dezember 1984 wurde die Limousine der E-Klasse schließlich präsentiert, es folgten Coupés (1987) und Cabriolets (1991) als eigenständige Karosserieformen der Baureihe 124. 

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Nachdem die E-Klasse auf dem automobilen Markt erschienen ist, traten immer mehr Details hinzu: So wurde die Limousine mit langem Radstand und Fahrgestellen für Sonderaufbauten mit kurzem und langem Radstand angeboten. Bis zum Jahr 1996 werden im Mercedes-Benz Werk Bremen insgesamt 340.503 Exemplare des "Lifestyle"-Kombis gebaut.  

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Heutzutage präsentieren sich die einstigen Modelle der Baureiche 124 als Youngtimer mit Kultfaktor. Dazu trägt auch das damals gefragte "kastenförmige", konservative Design bei, welches sich wesentlich von heutigen sportlichen Designmerkmalen unterscheidet. Bruno Sacco zeichnet sich für das Design des Kombis verantwortlich. 

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Vorn und in der Mitte wirken Limousine und T-Modell auf den ersten Blick identisch. Tatsächlich gibt es feine Abweichungen. Beispielsweise ist beim T-Modell das Dach etwas höher als jenes der Limousine. Die Designer und Ingenieure setzen diesen Unterschied um, indem sie die Blechfläche zwischen dem Knick oberhalb der Türen und den Abdeckleisten zum Dachmittelstück hin geringfügig steiler stellen.

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Die Bodengruppe wird im hinteren Bereich verändert, um eine ebene Ladefläche zu schaffen. Weil bei der Limousine aber der hinter der Rücksitzlehne angebrachte Tank im Weg wäre, wird er im T-Modell unter den Fahrzeugboden des Hecks verlegt. Die Gestaltung der Tankoberseite und des Fahrzeugbodens mit schrägen Anlaufflächen trägt zur passiven Sicherheit bei: Bei einem Heckaufprall mit Längsträgerverformung wird der Tank nach unten weggedrückt und von Fangseilen gehalten.

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Bereits auf der IAA 1985 wird "4MATIC", das neu entwickelte Allradkonzept für Personenwagen, im 300 TE und 300 TD Turbo gezeigt. Über die Jahre wurde die E-Klasse einer ständigen Modellpflege und einem Facelifting unterzogen. Zum September 1989 hin, war dies erstmals der Fall. Das neue Sportline-Paket umfasst zum Beispiel ein tiefergelegtes Fahrwerk, breitere Räder sowie Vordersitze mit besserer Seitenführung, ein Lederlenkrad und einen lederverkleideten Schalthebel.

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Ab Juni 1993 ist der "S 124" das erste Mercedes-Benz T-Modell, das den Namen E-Klasse trägt. Die neue Nomenklatur folgt dem Prinzip von S-Klasse und C-Klasse. Künftig besteht die Typenbezeichnung aus dem vorangestellten Buchstaben E und einer vom Hubraum abgeleiteten Ziffernfolge sowie bei den Dieselmodellen einer entsprechenden Ergänzung.

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Aus der direkten Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und AMG geht bei den E-Klasse T-Modellen 1993 das Hochleistungsfahrzeug E 36 AMG hervor. Den 3,6-Liter-Motor entwickelt AMG in Affalterbach aus dem Serienmotor M 104 mit 3,2 Liter Hubraum und verwandelt ihn dabei unter anderem vom Kurzhubmotor zum Langhubmotor.