Preismonitoring

E-Autos nähern sich bei Kosten Verbrennern an - Förderung macht viel aus

Autoleasing-Spezialist LeasePlan hat erneut einen "Car Cost Index" veröffentlicht und kommt darin zu dem Ergebnis, dass die Kluft zwischen E-Autos und Verbrennern nicht mehr allzu groß ist - im Gegenteil.

Der "Car Cost Index" von LeasePlan zeigt die tatsächlichen monatlichen Unterhaltskosten für Autos in 18 europäischen Ländern, einschließlich Treibstoff, Wertverlust, Steuern, Versicherung und Instandhaltung.

Noch ist des für das Fuhrparkwesen allerdings unbestritten, dass E-Autos über eine deutlich längere Zeit ihren Dienst verrichten müssen, um etwa mit einem neuen, effizienten Verbrennern in Konkurrenz treten zu können, wenn es um eine flotte Amortisierung der Kosten geht. Autoleasing-Anbieter LeasePlan hat in seinem jährlichen "Car Cost Index", in dem Fahrzeuge aller Klassen in 18 europäischen Ländern berücksichtigt werden, die monatlichen Mobilitätskosten erhoben. 

Schrittweise Preissenkung feststellbar

Für E-Autos spricht, dass mittelgroße Elektrofahrzeuge in den meisten untersuchten Ländern kostenmäßig bereits konkurrenzfähig mit klassischen Verbrennern sind, so auch in Österreich. Hierzulande liegen die durchschnittlichen Kosten für E-Autos – noch ohne Berücksichtigung staatlicher Förderungen – bei 718 Euro und damit um rund 130 Euro niedriger als noch im Vorjahr. Durchschnittlich 718 Euro ohne Einbeziehen von Förderungen kostet hierzulande der Betrieb eines mittelgroßen Elektroautos im Jahr 2020. Im Vorjahr lagen die Kosten noch bei 854 Euro.

© Screenshot: LeasePlan

Staatliche Förderungen erhöhen Wirtschaftlichkeit

Im Vergleich dazu liegen die durchschnittlichen monatlichen Gesamtbetriebskosten für Benziner bei 685 Euro und für Dieselfahrzeuge bei 672 Euro. Die Fahrkosten für mittelgroße Elektrofahrzeuge sind also bereits ohne Berücksichtigung staatlicher Subventionen konkurrenzfähig zu klassischen Verbrennern, liegen aber im Vergleich zu Verbrennern noch etwas höher. 

Bezieht man jedoch die Förderungen mit ein, so reduzieren sich die monatlichen Kosten auf rund 614 Euro schon heute deutlich wirtschaftlicher ist als herkömmliche Pkw. Der Entfall des Sachbezugs bringt ebenfalls preisliche Vorteile mit sich. Mit der temporär verfügbaren Investitionsprämie reduzieren sich die Kosten sogar noch weiter, kommt die LeasePlan-Erhebung zum Ergebnis. 

Bei Elektromobilität nicht vom Gaspedal gehen

„Österreich hat ein Bündel an Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität auf die Straße gebracht", betont LeasePlan-Österreich-Geschäftsführer Hessel Kaastra. "Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Mobilität. Unsere Analysen zeigen: Steuerliche Vorteile und Förderungen bringen einen klaren Anreiz, um auf E-Mobilität umzusteigen." 

© Screenshot: LeasePlan

Kaastra ergänzt: "Sie vergünstigen Elektrofahrzeuge deutlich und machen sie teilweise bereits wirtschaftlicher als klassische Verbrenner. Wichtig ist nun, auch die notwendige Ladeinfrastruktur weiter auszubauen, um diese positiven Entwicklungen nicht zu bremsen. Hier ist die österreichische Regierung gefragt, schnell zu handeln und so einen Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität für alle möglich zu machen."