Morning Briefing - 09.08.2019

"Diesel-Fluch" hält auch zu Beginn des zweiten Halbjahres an - Fahrdienstleister Uber mit Milliarden-Quartalsverlust - Weniger Reichweite: Kunde verklagt Tesla wegen Software-Update 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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"Diesel-Fluch" hält auch zu Beginn des zweiten Halbjahres an 

Im Juli wurden um 12,3 Prozent weniger Diesel-Autos angemeldet, meldet die Statistik Austria. Am Gesamtmarkt halten Diesel damit einen Anteil von 37,4 Prozent. Schon im ersten Halbjahr 2019 war die Zahl der Diesel-Neuzulassungen um 15,3 Prozent zurückgegangen. Benziner sind hingegen bei den Österreichern weiter beliebt, im Juli 2019 wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat 5,2 Prozent mehr Benziner zugelassen. Mit 56 Prozent waren mehr als die Hälfte der neu zugelassenen Pkw benzinbetrieben. Zudem bleibt der Markt für Elektro-Autos zwar klein, verzeichnete aber starke Zuwächse. Im abgelaufenen Monat wurden um 56,6 Prozent mehr Elektro-Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Zulassungen liegt bei 2,3 Prozent. Im Markenvergleich erzielten Mercedes (plus 17,5 Prozent), Ford (plus 13,6 Prozent und VW (plus 11,3 Prozent) die größten Zuwächse bei den Zulassungen. Deutlich weniger begehrt waren dagegen Pkw der Marken Renault (minus 22,2 Prozent), BMW (minus 8,6 Prozent) und Seat (minus 4,1 Prozent).

Fahrdienstleister Uber mit Milliarden-Quartalsverlust 

Uber hat mit einem Mega-Verlust Anleger in Schrecken versetzt und Zweifel an seinen Wachstumsversprechen genährt:  In seinem ersten Quartal an der Börse wurde ein Verlust von 5,2 Milliarden Dollar (4,65 Milliarden Euro) eingefahren. Den Löwenanteil dazu trug die Start-up-Praxis bei, Mitarbeiter mit Aktien zu bezahlen. Allein auf diese mit dem Börsengang verbuchte Aktienvergütung entfielen Quellen zufolge 3,9 Milliarden Dollar der geschriebenen roten Zahlen. Finanzanalysten reagierten wenig überrascht:  Generell wuchs der Umsatz mit Fahrdiensten im Jahresvergleich lediglich um zwei Prozent auf rund 2,35 Milliarden Dollar - vor Abzug einiger Zahlungen an Fahrer. Das war mit ein Grund für eine ziemlich negative Reaktion an der Börse. Ein Lichtblick war das Geschäft mit der Essenszustellung. Die Erlöse bei Uber Eats sprangen im Jahresvergleich um 72 Prozent auf 595 Millionen Dollar hoch. 

Weniger Reichweite: Kunde verklagt Tesla wegen Software-Update 

Der Besitzer eines Tesla-Modells hat den kalifornischen E-Autobauer verklagt, weil die Reichweite seines Fahrzeugs angeblich deutlich gesunken ist. Er vermutet, dass das Unternehmen die Reichweite per Software-Update absichtlich verringert hat, um kostspielige Rückrufe wegen defekter Akkus zu vermeiden. Davon sollen ältere Fahrzeuge der Baureihen Model S und Model X betroffen sein. Einem Bericht von "Futurezone" zufolge haben sich im Juni zahlreiche Tesla-Fahrer über eine massiv gesunkene Reichweite nach dem Update beschwert. Das Thema kam im Monat Mai auf, als die Batterie eines Model S in Hong Kong zu brennen begonnen hat. Der Kläger geht davon aus, dass das Unternehmen diese durch das Update verhindern wollte. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnten Tausende von Fahrzeugen betroffen sein.