E-Mobilität

Der Elektro-Hotspot ist in Kirchdorf

Das obere Kremstal ist nicht nur ein schöner landschaftlicher Fleck Österreichs, hier wird auch besonders gerne mit dem E-Auto gefahren - gleich nach Wien.

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80,9 Prozent der Elektro-Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr entfielen auf Unternehmen, juristische Personen beziehungsweise Gebietskörperschaften, zeigen Daten der Statistik Austria. Vier von fünf Elektroautos werden als Firmenwagen zugelassen, daher ist es wenig verwunderlich, dass Wien mit der höchsten Dichte an Unternehmen, an der Spitze bei zugelassenen Elektroautos in Österreich ist. Doch gleich danach landet der oberösterreichische Bezirk Kirchdorf an der Krems mit seinen rund 55.000 Einwohnern. Eine Analyse des VCÖ zeigt, dass 5,5 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen dort auf Elektrofahrzeuge entfielen. 

Innere Stadt mit meisten Elektroautos 

Danach folgen das niederösterreichische Waidhofen/Thaya und Graz Umgebung, berichtet der VCÖ. Die wenigsten Elektroautos in Relation zu den gesamten Neuzulassungen gab es im Tiroler Reutte mit 0,6 Prozent. In Wien entfällt der höchste Anteil (10,1 Prozent) auf den 1. Bezirk, der in erster Linie ein Büro- und Einkaufsbezirk ist. Nur rund 16.000 Menschen leben rund um den Wiener Stephansdom. Den zweithöchsten Anteil hat der Bezirk Wien Neubau, der als ein Zentrum der Grün-Bewegung in Wien gilt. 

Der VCÖ sieht die neue Bundesregierung gefordert, die im Regierungsprogramm enthaltene Reform der Firmenwagenbesteuerung rasch umzusetzen. "Die CO2-Grenze, unter der ein reduzierter Sachbezug gilt, ist zu senken. Nach dem 31. März wird die Grenze 141 Gramm CO2 (nach WLTP) betragen. Diese CO2-Grenze sollte auf 80 Gramm CO2 - das entspricht etwa einem Drei-Liter Auto - gesenkt werden. Der Sachbezug für Pkw über dieser Grenze soll erhöht werden, die Deckelung ist abzuschaffen. Zudem sind Anreize für eine geringere private Nutzung zu setzen", betonte am Donnerstag der Verkehrsclub in einer Aussendung.