Vorstellung

Den Mini Cooper Dreitürer gibts nun auch elektrisch

Im Großbritannien wird der vollelektrische Cooper SE gefertigt, die Antriebstechnologie kommt wiederum aus Bayern. Erste Eckdaten zum neuen Mini-Stromer gibt's hier.

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Neben dem gewohnten Mini-Design fallen zunächst der geschlossene Kühlergrill und die markanten Felgen auf. 

Die BMW-Tochter Mini hat den rein batterieelektrischen Cooper SE vorgestellt. Er läuft im Mini-Werk in Oxford vom Band. Die Antriebstechnologie stammt wiederum aus Dingolfing und Landshut. Anstelle eines Otto- oder Dieselmotors sorgt nun ein Elektrosynchronmotor für Vortrieb. Dieser leistet 135 kW (184 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 270 Newtonmetern, ist im vorderen Teil des Fahrzeugs abgesiedelt und stammt vom BMW-Modell i3s. Der Hersteller gibt den Spurt aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer mit 7,3 Sekunden an. Für "Gokart-Feeling" sollen ein innovative Fahrstabilitätsregelung mit aktornaher Radschlupfbegrenzung sorgen. 

© Mini

Während im BMW i3 die Stärke der Rekuperation nur mit den Fahrmodi geändert werden kann, kann der Fahrer im Mini den Wirkungsgrad der Energierückgewinnung selbst wählen.

Die Hochvoltbatterie weist einen Energiegehalt von 32,6 kWh auf. Damit sollen Reichweiten von 235 bis 270 Kilometern möglich sein. Der Ladeanschluss ist für das Wechselstrom- und das Gleichstrom-Laden unter Verwendung von Steckern in den Ausführungen Typ 2 und CCS Combo 2 konzipiert. Der Mini übernimmt beim Laden die Eckdaten des BMW i3: Mit Gleichstrom sind bis zu 50 kW möglich (die 80-Prozent-Ladung dauert 35 Minuten), mit Wechselstrom (11 kW) dauert die 80-Prozent-Ladung 2,5 Stunden (100 Prozent: 3,5 Stunden).

Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Fahrzeugboden zwischen den vorderen und unterhalb der hinteren Sitzplätze untergebracht. Dadurch hat sich gegenüber dem Mini mit Verbrennungsmotor in Sachen Stauraum nichts geändert. Das Stauvolumen unter der Heckklappe beträgt laut Hersteller 211 Liter und wächst nach dem Umklappen der Fondsitzlehnen auf bis zu 731 Liter. Um der im Fahrzeugboden angeordneten Hochvoltbatterie eine entsprechende Bodenfreiheit zu gewährleisten, liegt die Karosserie des neuen Cooper SE um etwa 18 Millimeter höher als beim konventionell angetriebenen Modell. Mit einem Leergewicht von 1.365 Kilogramm ist das rein elektrisch angetriebene Modell rund 145 Kilogramm schwerer als der Cooper S Dreitürer. 

© Mini

Der Ladeanschluss befindet sich oberhalb des rechten Hinterrads und damit exakt dort, wo beim herkömmlich angetriebenen Mini Dreitürer der Tankstutzen seinen Platz hat. 

Auffallend sind die optionalen 17-Zoll-großen Leichtmetallräder und der geschlossene, hexagonale Kühlergrill. Der muss auch nicht mehr offen sein, denn der Kühlbedarf des Elektromotors ist im Vergleich zum Verbrenner geringer. Optisch rundet nun ein gelber Ziersteg auf dem Grill und im gleichen Farbton lackierte Außenspiegelkappen das modellspezifische Design ab. Serienmäßig ist der Cooper SE mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Ebenso wie der modellspezifische Frontgrill tragen auch der weitgehend geschlossene Unterboden und die eigenständige Gestaltung der Heckschürze zur Reduzierung des Luftwiderstands bei. Die Markteinführung des Stromers ist für Österreich für den 07.03.2020 vorgesehen. In Deutschland werden die Verkaufspreise ab 32.500 Euro starten, für Österreich werden die Preise erst bekannt gegeben. 

© LK

Auf der Vienna Autoshow 2019 Anfang des Jahres war bereits ein Konzeptfahrzeug eines Mini-Stromers zu sehen. 

© LK

Mini zeigte Einfallsreichtum und setzte das Herkunftsland des Kleinwagens bei den Rückleuchten in Szene. 

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