E-Mobilität

Das Laden in Garagen soll einfacher möglich werden

Neue Maßnahmen für die E-Mobilität im Wohnbau haben Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Justizministerin Alma Zadic vorgestellt. Ab Herbst soll es zu spürbaren Erleichterungen beim Einbau von E-Ladestationen in Mehrparteienhäusern kommen.

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Bisher konnten einzelne Mieter ein diesbezügliches Projekt verhindern

Bis zum Herbst soll nun ein Entwurf für eine Gesetzesänderung erarbeitet werden. Zufrieden mit der Ankündigung zeigen sich der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) und der Autofahrerklub ÖAMTC. „Als BEÖ begrüßen wir die geplante Einführung der Right-to-plug-Regelung, insbesondere den Wegfall der Einstimmigkeit“, betont BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger. Neben der Beseitigung der Hürden für E-Mobilität in Mehrparteienhäusern hält der Verband auch eine Regelung für die Bevorzugung von Gemeinschaftsanlagen mit intelligentem Lademanagement für sinnvoll. Der BEÖ verweist hier auf eine Aussage von Justizministerin Alma Zadic, wonach Pilotprojekte gezeigt hätten, dass das gleichzeitige Laden von mehreren E-Autos problemlos möglich sei. Der Verband will sich – falls gewünscht – auch direkt in den Entwurf für ein neues Gesetz einbringen.

Auch der ÖAMTC begrüßt die angekündigte Erleichterung bei der Errichtung von Ladeplätzen für ein- und mehrspurige E-Fahrzeuge. „Das derzeitige Einstimmigkeitsprinzip macht es Bewohnern großer Wohnkomplexe praktisch unmöglich, in der Garage eine Lade-Einrichtung zu installieren“, gibt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer zu bedenken. Der Club spricht sich nun dafür aus, soweit das technisch vertretbar ist, dass die Freigabe für die Errichtung von Lade-Einrichtungen durch die Hausverwaltungen erfolgen dürfen. Eine Einholung der Zustimmung der Eigentümer sollte künftig nur mehr in Ausnahmefällen erfolgen.