Morning Briefing

Coronavirus verhindert Automesse Peking - Coronavirus legt auch VW-Produktion lahm - General Motors plant Rückzug aus Australien 

Das Wichtigste in Kürze.

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Coronavirus verhindert Automesse Peking

Die Virusinfektion Corona, die nun offiziell den Namen "2019-nCoV" trägt, führt zu einer Verschiebung der Automesse Peking. Informationen darüber, wann sie stattfinden soll, liegen noch keine vor. Ursprünglich wäre sie für Ende April geplant gewesen. Die Messe ist für die deutschen Autobauer ein wichtiger Termin, weil China für Volkswagen, BMW oder Daimler der weltweit größte Einzelmarkt ist. Ganz China ist durch die Ausbreitung des Virus beeinträchtigt. Nach einer Umfrage der US-Handelskammer ist fast jedes zweite Unternehmen in den Regionen Shanghai, Suzhou, Nanjing und im Jangtse-Delta von Beeinträchtigungen durch fehlendes Personal im eigenen Betrieb oder bei Lieferanten betroffen. 

Coronavirus legt auch VW-Produktion lahm 

Neben zahlreichen anderen Automobilherstellern bekommt auch der VW-Konzern die Folgen des neuartigen Coronavirus in China weiter zu spüren. Es gebe Probleme in den Lieferketten und der Logistik sowie nur begrenzte Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter der Produktion, teilte Volkswagen am Montag in Peking mit. Daher soll die Produktion in den Werken des Gemeinschaftsunternehmens mit der Shanghai Automotive (SAIC) erst am 24. Februar wieder aufgenommen werden. Bisher war dies für den 17. Februar geplant. Die Produktionsfähigkeit in jedem Werk werde einzeln überprüft, was zu unterschiedlichen Startzeiten führe, heißt es in der Aussendung.

General Motors plant Rückzug aus Australien 

Wie die "Automobilwoche" berichtet, plant der US-Autokonzern GM den Rückzug aus Australien. Dort ist GM mit der Marke Holden vertreten, die nun bis 2021 auslaufen soll. Der Konzern teilte mit, er wolle sich von unprofitablen Geschäften trennen. Vorstands-Chefin Mary Barra sagte, man wolle sich auf Märkte konzentrieren, "wo wir die die richtige Strategie für gute Gewinne haben". GM-Präsident Mark Reuss sagte, man habe verschiedene Möglichkeiten untersucht, um das Geschäft von Holden weiterzuführen, aber die nötigen Investitionen für den weiteren Bau von rechtsgelenkten Fahrzeugen seien zu hoch gewesen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch den Wandel der Autobranche habe man sich entschieden, die Aktivitäten in Australien einzustellen.