Corona-Lockdown hat im ersten Quartal Straßenunfälle verhindert - Umfrage: Wasserstoffauto findet Zuspruch bei 63 Prozent - Polen will eigene Elektroautos auf den Markt bringen 

Das Wichtigste in Kürze.

Corona-Lockdown hat im ersten Quartal Straßenunfälle verhindert 

Im ersten Quartal 2020 kamen laut Statistik Austria 69 Personen bei Straßenverkehrsunfällen in Österreich ums Leben. Das entspricht einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (64 Getötete). Während der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, die österreichweit ab 16. März galten und im ersten Quartal die Kalenderwochen zwölf und 13 betrafen, ging die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den Kalenderwochen zwölf und 13 des Vorjahres um 42 Prozent auf sieben zurück. Besonders deutlich ging die Zahl der Unfälle (-73%) sowie die der Verletzten (-76%) in den Kalenderwochen zwölf und 13 zurück, in denen durchschnittlich 21 Unfälle mit 24 Verletzten pro Tag erfasst wurden. Ein deutlicher Anstieg zeigte sich im ersten Quartal 2020 bei tödlichen Unfällen, die durch nichtangepasste Geschwindigkeit verursacht wurden: So sind 27 tödlich Verunglückte auf Unfälle aufgrund nichtangepasster Geschwindigkeit zurückzuführen. 39 Prozent der Unfälle mit tödlichem Ausgang waren eine Folge von nichtangepasster Geschwindigkeit. Möglicherweise hat der verminderte Verkehr und leere Fahrbahnen während des Corona-Lockdowns dazu geführt, dass manche Autofahrer häufiger mit nichtangepasster Geschwindigkeit unterwegs waren. 

Umfrage: Wasserstoffauto findet Zuspruch bei 63 Prozent  

In Deutschland will die Bundesregierung und die Europäische Union verstärkt in Wasserstoff als neue automobile Antriebstechnik investieren. Wie eine Umfrage von AutoScout24 zeigt, begrüßen die deutschen Autohalter diese Strategie: Rund zwei Drittel finden die Maßnahmen gut, fast jeder Dritte kann sich sogar vorstellen, ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug zu kaufen, wenn es bezahlbar wäre. 24 Prozent lehnen diese Investitionen hingegen ab und 13 Prozent können die Potenziale der Technik nicht beurteilen. Interessant sind die unterschiedlichen Meinungen zwischen den Geschlechtern: Vor allem Männer erhoffen sich einiges durch die Nutzung des häufigsten Elements des Universums zur Energiegewinnung. Entsprechend begrüßen 72 Prozent die Investitionen, aber nur 55 Prozent der Frauen. 38 Prozent der Männer könnten sich zudem vorstellen, einmal ein entsprechendes Fahrzeug zu kaufen, doch nur 23 Prozent der Frauen sehen sich selbst als Lenkerin eines Brennstoffzellen-Autos. Ein Punkt, der Frauen und Männer besorgt, ist der Sicherheitsaspekt: Vier Prozent halten die Wasserstofftechnik für zu gefährlich und lehnen Investitionen in diesen Sektor deshalb ab. 

Polen will eigene Elektroautos auf den Markt bringen 

Polen will in die Produktion von Elektroautos einsteigen. Am Dienstag stellte das Unternehmen Electromobility Poland (EMP) erste Designstudien vor, wie die Agentur PAP berichtete. Die Fahrzeuge sollen demnach unter der Marke "Izera" auf den Markt kommen und zu mehr als der Hälfte in Polen hergestellt werden. Die geplante Reichweite wurde mit 400 Kilometern angegeben. Electromobility Poland ist eine Gründung mehrerer staatlicher Energieunternehmen. Die Firma hofft, dass die ersten Fahrzeuge im Jahr 2023 vom Fließband laufen können. Die Kosten bis zum Produktionsstart werden nach Medienberichten auf knapp eine Milliarde Euro geschätzt. Der Markenname "Izera" ist inspiriert von der Iser, einem Nebenfluss der Elbe im tschechisch-polnischen Grenzgebiet.