Sondermodell

Bugatti baut außergewöhnliche Kleinserie an altem Stammsitz

Bugatti baut im französischen Molsheim eine lediglich auf zehn Fahrzeuge limitierte und handgefertigte Kleinserie - die bereits alle zu Stückpreisen ab acht Millionen Euro verkauft sind.

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Der streng limitierte Centodieci ist als Hommage an den Supersportwagen EB110 zu verstehen, der in den 1990er-Jahren entstand und zur traditionsreichen Geschichte Bugattis zählt. Mit dem EB110 katapultierte sich Bugatti nach 1956 wieder mit einem neuen Modell an die automobile Luxuswagen-Spitze. Statt einem V12-Motor präsentiert sich beim Centodieci der ikonenhafte 8,0 Liter große W16-Motor mit nun 1.176 kW (1.600 PS) bei 7.000 Umdrehungen pro Minute. 

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Der streng limitierte Centodieci ist als Hommage an den Supersportwagen EB110 zu verstehen, der in den 1990er-Jahren entstand und zur traditionsreichen Geschichte Bugattis zählt. Mit dem EB110 katapultierte sich Bugatti nach 1956 wieder mit einem neuen Modell an die automobile Luxuswagen-Spitze. Statt einem V12-Motor präsentiert sich beim Centodieci der ikonenhafte 8,0 Liter große W16-Motor mit nun 1.176 kW (1.600 PS) bei 7.000 Umdrehungen pro Minute. 

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„Wir sind stolz auf unsere lange Bugatti-Geschichte, zu der auch der EB110 zählt", so Winkelmann. "Es war ein wichtiger Zwischenschritt für die Neugründung in Molsheim 1998, den französischen Wurzeln Bugattis, und den ersten Hypersportwagen der Neuzeit, dem Veyron. "Deshalb feiern wir mit dem Centodieci, italienisch für 110, eine Neuinterpretation des einstigen außergewöhnlichen Fahrzeugs."

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Im Gegensatz zum Centodieci entstand der EB110 zwar im italienischen Campogalliano, will von Anfang an aber seine französischen Einflüsse nicht verleugnen. Der damalige Besitzer Romano Artioli eröffnet das Werk am 109. Geburtstag von Ettore Bugatti, am 15. September 1990. Campogalliano, eine Ortschaft in der Emilia Romagna, wählt Artioli bewusst. Der Ort bietet in den 1990er-Jahren einen Vorteil: Er liegt im Einzugsgebiet italienischer Sportwagenmarken, so dass Artioli einfacher erfahrene Mitarbeiter für sein Projekt akquirieren kann. 

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Den Supersportwagen EB110 stellt Artioli der Öffentlichkeit am 110. Geburtstag Ettore Bugattis vor. Daher auch die Typenbezeichnung: EB für Ettore Bugatti, 110 für dessen 110. Geburtstag. „Die Herausforderung lag darin, sich nicht von dem Design des historischen Fahrzeugs gefangen nehmen zu lassen und nur in der Retrospektive zu arbeiten, sondern eine moderne Interpretation der damaligen Form und Technik zu kreieren“, sagt Achim Anscheidt, Chefdesigner bei Bugatti. Noch sportlicher und extremer als die Hypersportwagen Bugatti Chiron und Divo, dabei elegant und zeitlos wie der La Voiture Noire, ein Einzelstück für einen Bugatti-Enthusiasten.

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„Bei der Entwicklung und dem Design des Centodieci standen wir vor mehreren technischen Herausforderungen“, sagt Achim Anscheidt, denn der EB110 ist ein sehr flacher, keilförmiger und grafisch quasi zweidimensionaler Supersportwagen der späten 1980er-Jahre. „Diese klassische Optik in ein neues Jahrtausend zu transportieren, ohne sie zu kopieren, war nicht zuletzt technisch kompliziert. Wir mussten eine neue Art und Weise definieren, die komplexen aerothermischen Anforderungen der zugrunde liegenden Chiron-Technik mit einer völlig anderen ästhetischen Anmutung zu vereinen.“

Ein zusätzlicher Lufteinlass im Bereich des Ölkühlers reguliert zuverlässig die Temperatur des leistungsgesteigerten Motors. Rein rechnerisch wird der Centodieci von 0 auf 100 Stundenkilometer in 2,4 Sekunden, auf 200 Stundenkilometer in 6,1 Sekunden und auf 300 Stundenkilometer in 13,1 Sekunden spurten, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 Stundenkilometer elektronisch begrenzt. Im Vergleich zum Chiron spart der Centodieci 20 Kilogramm Leergewicht ein. So kommen unter anderem ein leichter Scheibenwischer und Stabilisatoren aus Carbon zum Einsatz. Das ermöglicht ein sensationelles Leistungsgewicht von nur 1,13 Kilogramm pro PS. 

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Der vorne flache, hufeisenförmige Kühler gibt seine Tiefe erst in der Seitenansicht preis, dazu passen der neuentwickelte, tief sitzende Frontspoiler und die dreigeteilten Lufteinlässe. Die Front des Centodieci duckt sich sehr tief. Das ikonenhafte Bugatti-Hufeisen wurde dementsprechend verkleinert, das Bugatti-Logo Macaron sitzt auf der Haube, die in der Mitte durch ein schwarzes Element unterbrochen wird. „Dadurch konnten wir die Erinnerungen an den EB110 wachküssen“, sagt Achim Anscheidt. Durch die optimierte Front mit dem verlängerten Frontsplitter und dem durch die Haube ziehenden Luftstrom verbessert sich die Aerodynamik weiter.

 

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Die Front ordnet sich der gesamten niedrigen Geometrie des Fahrzeugs unter, trotz seiner ursprünglichen dominanten Kühlfläche. Dazu passen die neuentwickelten, komplexen sowie sehr schmalen Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht. „Dank der neu entwickelten Leuchtelemente waren wir im Front- und Heckbereich stilistisch frei, einer Hommage an den EB110 respektvoll gerecht werden und gleichzeitig diese sympathische visuelle Reminiszenz technologisch modern zu übersetzen“, sagt Achim Anscheidt.

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„Wir haben bei der Entwicklung das keilförmige Design aufgenommen, gehen aber in eine neue Richtung“, sagt der Designer. Anstatt den klassischen italienischen Keil zu kopieren, bei dem der Muskel vom Heck zum Vorderrad verläuft und einen dynamischen Vorwärtssprung suggeriert, entscheidet sich Bugatti beim Centodieci für einen neuen Weg. Die sonst dominante Bugatti-Linie, die C-Linie an der B-Säule, weicht einem neuen Design. Deutlich kleiner als beim Chiron sorgen fünf runde Lufteinsätze - als Raute platziert - für ausreichende Luftansaugung des ikonenhaften Sechszehnzylinder-Aggregats. Damit transkribiert Bugatti den optisch vorwärtsspringenden Keil des EB110 SS in ein neues Jahrtausend.

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Statt des grafisch zweidimensionalen Hecks des EB110 mit seinen beiden pillenförmigen Rückleuchten setzt der Centodieci zugunsten effizienterer Motorenthermik auf eine breite Luftaustrittsöffnung, welche die fliegenden Heckleuchtenelemente in grafischer Verwandtschaft zum EB110 überliefert. Lösungen, um einen ausgewogenen Temperaturhaushalt zu gewährleisten, wurden über Monate erarbeitet. Wie beim EB110 präsentiert sich das Triebwerk hinter einer transparenten Glasfläche. 

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Das Heck formiert sich zu einem einzigen Lüftungsloch, geprägt durch die acht Rücklichtelemente, 2+2 übereinander platzierten schwarz matt eloxierten Auspuffendrohren und einem Abtrieb verbessernden Performancediffusor. Der überspannende Heckflügel ist in Anlehnung an das Vorbild EB110 SS fest montiert. Dadurch erhöht sich der Abtrieb. Unterstützt wird dieser durch die aerodynamische Heckklappe und einer laminar strömungsoptimierten Heckscheibe.