Im Test

BMW X3 M Competition: Da bleiben wenig Wünsche offen

Wem der normale BMW X3 ein wenig zu bieder ist, der kann gerne zum BMW X3 M mit 480 PS greifen. Falls das noch immer nicht reichen sollte, gibt es mit dem BMW X3 M Competition das ultimative Topmodell der X3-Reihe.

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BMW Auto Autotests BMW X3 M Competition
© Granzer-Schrödl

Nett anzuschauen, vor allem dank einiger optischer Veredelungen

Dann steigt die Leistung noch einmal, und zwar um 30 auf final 510 Pferdestärken. Also genügend Power, um in vielen Fahrsituationen eindrucksvoll zu bestehen. Um dem nebelverhangenen Wien Ende Jänner 2020 zu entkommen, machten wir eine Spritztour in die Wiener Alpen, genauer gesagt auf die Hohe Wand. Die Kombination aus Stadtverkehr, Stadtautobahn, Autobahn, Land- und Bergstraße stellte für den Sport-SUV somit die idealen Testbedingungen dar.

Bereits beim Start gibt der X3 M Competition lautstark seine Ambitionen von sich – und das gehört sich auch so. Denn immerhin holt der BMW aus dem 3-Liter-Sechszylinder-Benzin-Motor mit zwei Turboladern, Hochdruckeinspritzung und Valvetronic stattliche 510 PS und 600 Nm heraus. Das reicht laut Hersteller für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden. Länger ist es uns in der Praxis auch nicht vorgekommen. Als sehr harmonisch kann das 8-Gang M Steptronic Getriebe bezeichnet werden, das auf abrupte Gangwechsel zur Gänze verzichtet.

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Auf allen Terrains zu Hause

Hohe Alltagstauglichkeit

Trotz aller Sportambitionen bleibt der sportliche X3 seinen SUV-Tugenden treu. Guter Überblick, dank 4,73 Meter Fahrzeuglänge genügend Platz für Passagiere, einschließlich der 2. Sitzreihe, und ein alltagstauglicher Kofferraum, der 550 bis 1.600 Liter Gepäckvolumen fasst. Die Leder-Sportsitze sind durchaus auch auf längeren Strecken bequem, allerdings für stattliche Herren mit 1,85 cm Körpergröße in der Breite etwas knapp bemessen.

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Das Heck mit Competition-Schriftzug verweist auf das Topmodell der BMW X3-Reihe

Beim Fahren selbst gibt es wenig zu beanstanden: Man kann ihn vorsichtig oder auch einmal mit Brachialgewalt, vor allem dann, wenn man die beiden M-Tasten für die „verschärften“ Fahrmodi an der Lenksäule betätigt, über die Straßen bewegen. Der Ausflug in den Süden Wiens hatte von allem etwas zu bieten und so stand ein Testverbrauch von 13,2 Liter (Super Plus, was sonst) zu Buche. Das ist für ein Fahrzeug mit solch einer Motorisierung aber ein durchaus akzeptabler Wert.

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M soweit das Auge reicht: M-Lenkrad, M-Schaltknüppel etc.

Schön, aber natürlich kein Schnäppchen

Designtechnisch ist schon der „normale“ X3 M ein Augenschmaus, der X3 M Competition setzt da noch einmal eins drauf. Mächtige Lufteinlässe an der Front, eine prägnante horizontale Schulterlinie und eine markante Heckschürze mit Diffusor in Wabenoptik lassen keinen Zweifel über die sportlichen Ambitionen aufkommen. Dass das Ganze natürlich seinen Preis hat, überrascht jetzt wohl auch nicht: Der BMW X3 M kommt auf rund 110.000 Euro brutto, für den Competition werden noch ein paar Tausender mehr fällig.

https://www.youtube.com/watch?v=LokoLWWmOFg