Morning Briefing - 07.05.2019

BMW-Quartalsergebnis durch Rückstellungen stark belastet - Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China setzen sich fort - Polestar setzt neue Android-basierte Plattform ein 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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BMW-Quartalsergebnis durch Rückstellungen stark belastet

Die schwache Konjunktur, hohe Investitionen und eine milliardenschwere Rückstellung für eine mögliche EU-Kartellstrafe haben BMW rote Zahlen beschert. Im Autogeschäft wies der Konzern am Dienstag für die ersten drei Monate einen operativen Verlust von 310 Millionen Euro aus, nachdem vor Jahresfrist noch ein Betriebsgewinn von 1,88 Milliarden Euro zu Buche gestanden hatte. Im Konzern brach das Ergebnis um 78 Prozent auf 589 Millionen Euro ein und war damit noch niedriger als Analysten befürchtet hatten. Der Umsatz  sank im gleichen Zeitraum um knapp ein Prozent auf 22,5 Milliarden Euro. Aktuell geht die EU-Kommission in einem laufenden Kartellverfahren dem Verdacht nach, ob sich deutsche Autohersteller, darunter auch BMW, bei der Abgasreinigung abgesprochen haben. Daimler und Volkswagen sollen sich zwischen 2006 und 2014 bei der Entwicklung von Technologien abgesprochen haben. 

Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China setzen sich fort 

Die Streitigkeiten über Zölle auf bestimmte von China in die USA importierte Ware reißen nicht ab. Nun sei China seinen Verpflichtungen offenbar nicht nachgekommen, sagten Verhandler gestern. Der Plan von Präsident Donald Trump sieht vor, dass diesen Freitag die bereits verhängten unilateralen Zölle von zehn auf 25 Prozent erhöht werden. Beijing habe dem US-Handels-Repräsentanten Robert Lighthizer zufolge zwar seinen Verpflichtungen eine Absage erteilt, "wir werden die Gespräche an dieser Stelle aber nicht abbrechen." Die Erhöhungen bei den Strafzöllen auf bestimmte Importwaren für den US-amerikanischen Markt - darunter auch in den China produzierte Maschinen und andere technologische Güter - werden am Freitag jedenfalls eingeführt, falls es zuvor nicht zu einer anderweitigen Einigung kommt. Der chinesische Vize-Premier Liu He wird voraussichtlich am Donnerstag und Freitag für weitere Gespräche in Washington sein. 

Polestar setzt neue Android-basierte Plattform in seinen Fahrzeugen ein 

Als eines der ersten Fahrzeuge weltweit nutzt der neue Polestar 2 ein Infotainment-System auf Android-Basis, die für die Entwickler großes Potenzial bietet. Nur eine Woche nach ihrem Nordamerika-Debüt in San Francisco wurde die vollelektrische Premium-Fließhecklimousine auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in Kalifornien vorgestellt. „Die Android-Plattform, die wir mit dem Polestar 2 einführen, hat so viel Innovationspotenzial, dass wir sofort die Chance erkannt haben, mit der Entwicklergemeinschaft in Kontakt zu treten“, erklärte Polestar-CEO Thomas Ingenlath im Vorfeld seiner Rede auf der Google I/O. „Zusammen mit Google hat unser eigenes Digital-Team eine spannende Schnittstelle im Auto geschaffen. Dieses System bietet dem Hersteller zufolge zahlreiche Möglichkeiten, die das digitale Erlebnis im Polestar 2 besser machen sollen. 

© Polestar 2