Morning Briefing - 15.11.2019

BMW bekommt neues Batteriezentrum in München - Türkische Automobilindustrie gibt VW-Werk nicht auf - Interesse an Sprachassistenten in Deutschland hoch

Das Wichtigste in Kürze.

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BMW stellte neues Batteriezentrum in München vor

Der Automobilhersteller aus Bayern will die Energiedichte seiner Batteriezellen bis 2030 und damit die Reichweite der Kunden verdoppeln. Dazu richtet BMW ein entsprechendes Entwicklungszentrum in München ein. Das neue "Kompetenzzentrum" für Batterien stellte die BMW-Gruppe gestern im Beisein des bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder vor. Präsentiert wurden hochmoderne Labore, Forschungseinrichtungen und Prototypenanlagen. "Wir können festlegen, welche Formate mit welchen Materialien wir zu welchen Konditionen beziehen", sagt Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender von BMW. Im Vordergrund steht eine nachhaltige Zellentwicklung. Das neue Zentrum bildet nach eigenen Angaben die gesamte Wertschöpfungskette der Batteriezelltechnologie ab, von der Forschung und Entwicklung über die Zusammensetzung und das Design der Batteriezelle bis hin zur Produzierbarkeit in Großserie. Die BMW-Gruppe investiert in das Kompetenzzentrum insgesamt 200 Millionen Euro und beschäftigt dort 200 Mitarbeiter. In einem weiteren Schritt soll auch das Recycling von Altbatterien in einen industriellen Maßstab überführt werden.

Türkische Automobilindustrie gibt VW-Werk nicht auf 

Die "Automobilwoche" berichtet, dass es weitere Gespräche zwischen dem deutschen Autobauer Volkswagen und der türkischen Automobilindustrie sowie der Regierung gibt. Aufgrund der Vorgehensweise der Türkei im Syrienkrieg distanzierte sich der Autokonzern - zumindest vorübergehend - von dem Vorhaben, eine Produktionsstätte nahe Izmir zu eröffnen. Der Chef des Exporteure-Verbandes der türkischen Automobilindustrie (OIB), Baran Celik, sagte vor dem Wochenende, "ich weiß, dass die Regierung mit VW in Kontakt ist." Man warte nun auf das Resultat. Dem Chef des Zuliefererverbandes der Automobilindustrie, Alper Kanca, zufolge setzt Volkswagen zudem Gespräche mit Zulieferern fort. Demnach habe VW bereits vor ein paar Monaten angefangen, Zulieferer zu organisieren und Kontakt mit lokalen Firmen aufzunehmen. Industrieminister Minister Mustafa Varank bestätigte auch, dass es Gespräche zwischen türkischen und deutschen Gewerkschaftern gebe. 

Interesse an Sprachassistenten in Deutschland hoch

Nahezu jeder Autofahrer möchte in den nächsten drei Jahren einen Sprachassistenten verwenden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Unternehmens Capgemini hervor. Allerdings müssen die Automobilunternehmen dringend die Nutzerfreundlichkeit verbessern, um die Erwartungen der Verbraucher besser zu erfüllen. 49 Prozent der weltweit befragten Verbraucher nutzen Sprachassistenten in ihren Fahrzeugen bereits für eine Vielzahl von Funktionen. Dieser Anteil soll in den nächsten drei Jahren auf 73 Prozent steigen. Insgesamt gehen 95 Prozent der globalen und 96 Prozent der deutschen Verbraucher davon aus, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre Gesprächsassistenten - dies sind insbesondere Sprachassistenten - im Auto nutzen werden, um auf Informationen zuzugreifen. Mehr als die Hälfte würde diese sogar permanent verwenden. Auf die Frage, welche Erfahrungen sie mit Sprachassistenten im Auto gemacht haben, antworteten nur 28 Prozent der Befragten weltweit mit "großartig", 59 Prozent stimmten zu, dass "es zufriedenstellend war, aber das Erlebnis verbessert werden muss".