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Bericht: Opel fährt in Wien-Aspern Motorenproduktion herunter - Renault dementiert Gerüchte über Bruch mit Nissan - Studie: Autos mit Elektromotor überholen Verbrenner 2030

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Bericht: Opel fährt in Wien-Aspern Motorenproduktion herunter 

Wie die Tageszeitung "Presse" berichtet, findet die Herstellung von Motoren bei Opel in Wien-Aspern nun ein Ende. Demnach müssen 200 bis 270 Mitarbeiter um ihre Jobs bangen. Bereits Mitte des Jahres soll es so weit sein. Dann würden in Wien nur noch Getriebe produziert werden. Intern sei die Einstellung der Motorenproduktion keine Überraschung. Das sei im Betrieb bereits seit Langem bekannt, sagte die Arbeiterbetriebsratsvorsitzende, Renate Blauensteiner, am Dienstag. Man habe zwar ein neues Produkt bekommen, aber man brauche ein zusätzliches Produkt für die Fertigung, das den Jobabbau der 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kompensiert. Derzeit schaue es leider nicht danach aus, aufgeben wolle man aber nicht, hieß es dazu. Das Opel-Werk in Wien hat seine besten Zeiten hinter sich. 1995, am Höhepunkt der Produktion, arbeiteten in den Fabrikshallen in Aspern im Osten der Stadt an die 3.000 Leute. Der US-Konzern General Motors hatte die Deutschland-Tochter Opel an die PSA-Gruppe verkauft. Bereits im Frühjahr 2019 mussten bis zu 400 Jobs gestrichen werden.

Renault dementiert Gerüchte über Bruch mit Nissan 

Der französische Autokonzern Renault dementiert einem Medienbericht zufolge Gerüchte über eine Auflösung der Kooperation mit Nissan. Die Allianz zwischen Renault und seinem japanischen Partner Nissan Motor sei „solide, robust, alles andere als tot“, sagte der Vorsitzende von Renault, Jean-Philippe Senard, der belgischen Zeitung „L’Echo“ (Dienstag-Ausgabe). Ein Zeitungsbericht über ein mögliches Ende der Zusammenarbeit mit dem japanischen Autohersteller belastete gestern die Aktien von Renault. Sie gaben zum Wochenauftakt vier Prozent nach auf ein Sechsjahrestief von 40,16 Euro. Die „Financial Times“ hatte berichtet, Nissan treibe geheime Pläne für eine Auflösung der Allianz voran. Dabei gehe es unter anderem darum, die Kooperation bei Entwicklung und Fertigung zu beenden, auch werde über Änderungen im Nissan-Aufsichtsrat nachgedacht. Nissan habe diese Planung seit der Flucht von Ex-Chef Carlos Ghosn aus Japan Ende Dezember beschleunigt, hieß es weiter.

Studie: Autos mit Elektromotor überholen Verbrenner 2030

Im Jahr 2030 könnten laut einer Studie weltweit erstmals mehr Autos mit Elektro-Antrieben als mit Verbrennungsmotoren verkauft werden. Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) rechnet dabei batteriebetriebene Wagen und Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieben zusammen. Treiber für die Entwicklung seien dabei unter anderem der Druck durch Vorgaben der Regulierer zum Schadstoffausstoß sowie sinkende Batteriekosten. So dürfte der Batteriepreis zwischen 2014 und 2030 um 80 Prozent fallen, prognostizierte BCG. Der Anteil verschiedener Typen von Fahrzeugen mit Elektromotoren werde dabei von Region zu Region unterschiedlich sein, betonen die BCG-Experten. So werde in China und Europa zum Jahr 2030 gut jedes Vierte neue Fahrzeug nur mit Batterien betrieben werden, während der Anteil von Wagen mit Benzinmotoren auf rund ein Drittel sinken werde. In den USA dürften dagegen nach der Prognose Benziner dann noch auf einen Anteil von 47 Prozent bei Neuwagen kommen - und reine Batterie-Antriebe auf gut ein Fünftel.