Morning Briefing - 18.09.2019

Bericht: BMW will den i3 offenbar aus dem Produktportfolio streichen - Kia Carnival überholt Audi Q7 bei Kosten für Kfz-Versicherung - Toyota investiert 391 Millionen Dollar in texanisches Automobilwerk 

Das Wichtigste in Kürze.

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Bericht: BMW will den i3 offenbar aus dem Produktportfolio streichen

BMW wird seinen vollelektrischen Kleinwagen i3 nicht weiter fortführen. Das gab BMW-Vertriebs und Marketing-Chef Pieter Nota in einem Interview gegenüber der "Financial Times" bekannt. Entsprechende Pläne für eine Fortführung habe BMW nicht, so Nota. Vielmehr sei es die Strategie des bayrischen Automobilherstellers, Batterie- und Plug-In-Technologie, in andere populäre Modelle zu bringen, während auch an weiteren Stromern gearbeitet wird. Die Einstellung des seit 2013 im Produktportfolio geführten E-Autos verwundert angesichts der zuletzt guten Verkaufszahlen vergangener Monate. BMW spricht sogar von dem bisher besten Verkaufsjahr in Deutschland. Insgesamt soll BMW seit dem Marktstart 150.000 i3-Fahrzeuge verkauft haben. Neben dem i3 schickt BMW auch einen Hybriden aufs Abstellgleis - den Sportwagen i8. Zuletzt machte der Premiumhersteller mit einer limitierten Sonderedition erneut auf den Luxus-Hybriden aufmerksam. Eine solche wird es auch für den i3 geben. Jedoch ist geplant, dass der kompakte Stromer noch ein paar Jahre verkauft wird, bis er wohl gänzlich aus dem Sortiment genommen wird. 

Kia Carnival überholt Audi Q7 bei Kosten für Kfz-Versicherung 

Das deutsche Online-Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen Check24 hat die Versicherungskosten von 300 Automodellen miteinander verglichen. Wenig überraschen mag es, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung Fahrzeughaltern von Oberklasselimousinen und SUVs am teuersten kommt. Im Ranking von 300 Pkw-Modellen nach Jahresbeitrag landen Fahrzeuge wie der Audi Q7, der BMW X5 oder die ML-Klasse von Mercedes-Benz weit vorne. Doch einen Ausreißer gab es scheinbar: den Kia Carnival. Das Vergleichsportal kommt zu dem Ergebnis, dass der südkoreanische Familienwagen im Schnitt aller betrachteten Tarife am teuersten ist. Das hat einen logischen Grund: "Die Typklassen spiegeln unter anderem die Unfallbilanzen der Automodelle sowie die Reparaturkosten für geschädigte Unfallgegner wider", sagt Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherung bei Check24. "Je höher die Einstufung, desto teurer in der Regel die Kfz-Versicherung für das Modell." Neben dem Kia Carnival fallen auch andere typische Familienautos wie der Ford Galaxy oder der VW Sharan in eine hohe Haftpflichttypklasse und kosten dementsprechend viel in der Versicherung.

Toyota investiert 391 Millionen Dollar in texanisches Automobilwerk 

Der japanische Autokonzern Toyota ist laut "Reuters" offenbar dazu bereit, eine stattliche Summe in ein im US-Bundesstaat Texas befindliches Automobilwerk zu investieren. Das Geld soll eigenen Angaben zufolge dazu dienen, die Produktionsstätte mit fortschrittlicheren Technologien auszustatten. Es dient aber auch der Fortbildung der dortigen Mitarbeiter. Aktuell sind mehr als 7.200 Personen im Werk tätig. Eventuell sei es außerdem angedacht, dass das Produktionsvolumen angehoben wird, wobei es diesbezüglich noch keine offizielle Bestätigung gab. Gefertigt werden in San Antonio, Texas zum Beispiel der Toyota Tundra oder der mittelgroße Pick-up Tacoma. Für das Werk sind die Investionsankündigungen wohl eine höchst erfreuliche Nachricht, insbesondere vor der Gefahr weiterer Strafzölle zwischen den USA und Japan. US-Präsident Donald Trump's Verzicht auf Strafzölle von bis zu 25 Prozent war immerhin ein großer Motivationsfaktor für Tokio, erneut in Verhandlungen mit Washington über die Handelsbeziehungen zu treten.