Kfz-Versicherungspreise

Belastung: erhöhte motorbezogene Versicherungssteuer

Die österreichischen Kfz-Halter werden in den nächsten Monaten Post von ihren Versicherungsgesellschaften erhalten. Diese wird bei vielen zu einem „Aha-Erlebnis“ führen. Die Versicherungen müssen die seit 1. März erhöhte motorbezogene Versicherungssteuer einfordern.

Versicherung

Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG: „Bisher waren sich die meisten Autofahrer der Steuerbelastung nicht bewusst. Von 100 an die Versicherung überwiesenen Euro entfallen im Durchschnitt 75 Euro auf motorbezogene Steuern. Die eigentliche Versicherungsprämie plus der elfprozentigen Versicherungssteuer machen nur 25 Euro aus.“

Die VAV hat die Kostenbelastung der jüngsten Steuererhöhung für beliebte und oft gekaufte Autos erhoben. So steigt der motorbezogene Steueranteil bei einem Skoda Octavia von 74 auf 76 % und bei einer Mercedes C-Klasse von 79 auf 82 %.

Ansicht der Versicherungskosten mit motorbezogener Versicherungssteuer alt und neu Quelle: VAV Versicherungs-AG

Großer Druck auf Versicherungswirtschaft und Bevölkerung

Die Abgabenerhöhungen konterkarieren die Bemühungen der Versicherungswirtschaft um eine faire Partnerschaft mit den Autofahrern. Griesmayr: „Die VAV gibt errungene Kostenvorteile an die Kfz-Halter in Form von günstigeren Prämien weiter. Der steigenden Steuerbelastung hingegen sind vor allem jene Autofahrer, die ihren Pkw täglich dringend benötigen, wehrlos ausgesetzt.“

Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG Bild: VAV

Griesmayr warnt die Bundesregierung und verweist auf eine finanzwirtschaftliche Regel: „Viele überlegen sich mittlerweile mehrmals, ob sie sich ein Auto anschaffen. Der Staat muss aufpassen, denn wenn die Belastungen weiter steigen, ist der Scheitelpunkt, an dem sich Steuererhöhungen nicht mehr rentieren, bald erreicht und es wird zu wenige Autofahrer geben und somit sinkende Einnahmen für den Staatshaushalt!“