Morning Briefing

AVL List spart bei Arbeitsplätzen ein - Frey Toyota und Lexus verschwinden komplett - US-Automarkt: Nur Porsche nicht im Minus 

Das Wichtigste in Kürze.

AVL List spart bei Arbeitsplätzen ein

Schuld sei die "verhaltene Auftragslage der Automobilindustrie". Ausnahmen vom Jobabbau gebe es nach Aussage des Unternehmens in keinem Unternehmensbereich. Die betroffenen Mitarbeiter sollen in den kommenden Wochen informiert werden. Zudem wird die Kurzarbeit verlängert. Seit dem Frühjahr waren rund 2.000 Mitarbeiter der AVL in Graz – damit etwa die Hälfte der Belegschaft – in Kurzarbeit. Zusätzlich gab es Überstundenabbau und freiwilligen Gehaltsverzicht von Führungskräften, doch das alles habe nicht gereicht, um die Jobs zu retten. Eigentlich forscht AVL List in einem Zukunftfeld wie dem automatisierten Fahren und bei emissionsarmen Antrieben. Wie sich die CoV-Krise auf Umsatz und Gewinn auswirke, könne noch nicht abgeschätzt werden.

Frey Toyota und Lexus verschwinden komplett

Die Familie Frey, als früherer Importeur einst der Inbegriff der Marke Toyota in Österreich, steht vor dem kompletten Ausstieg aus dem Autogeschäft. Denn nun hat Frey Automobile die Schließung der beiden verbliebenen Toyota- und Lexus-Standorte Wien-Inzersdorf und Wien-Donaustadt angekündigt. Bedauerlicher Weise hat die Fortführung der Standorte Inzersdorf und Wien Donaustadt seitens des Importeurs Toyota Austria keine Zustimmung gefunden. So wird wird die Frey Automobile ihre Vertriebsaktivitäten für die Marken Toyota und Lexus mit Jahresende 2020 einstellen. Wie es mit dem verbliebenen Autohandelsgeschäft, Aston Martin und Frey e-Motion (MG, Maxus), weitergehen wird, soll bald verkündet werden.

US-Automarkt: Nur Porsche nicht im Minus 

Die Corona-Pandemie hat den US-Automarkt im dritten Quartal weiter belastet - auch bei VW gab es abermals einen Absatzdämpfer. In den drei Monaten bis Ende September wurden 86.446 Neuwagen mit dem VW-Logo verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Damit verkaufte VW 7,6 Prozent weniger Fahrzeuge als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Jahresverlauf gab es einen Verkaufsrückgang um knapp 17 Prozent. Audi brachte im dritten Quartal mit 47.893 Autos 16 Prozent weniger an die US-Kundschaft als im Vorjahr. Von Anfang Januar bis Ende September ging der Absatz um 22 Prozent zurück. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche verbuchte im jüngsten Quartal hingegen einen Verkaufsanstieg um 5,0 Prozent auf 15.548 Neuwagen und schaffte damit die ersten drei Monate mit einer positiven Absatzentwicklung im laufenden Jahr.