Morning Briefing - 20.09.2019

Automobilimporteure begrüßen Anpassung der NoVA - Berlin hat erste Teststrecke für selbstfahrende Autos eröffnet - Voest Alpine nimmt Testbetrieb von Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage auf 

Das Wichtigste in Kürze.

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Automobilimporteure begrüßen Anpassung der NoVA

Die in einer gestrigen Sondersitzung des Nationalrates beschlossene Anpassung der Normverbrauchsabgabe und der motorbezogenen Versicherungssteuer ist für die Interessensvertretung der Automobilimporteure ein begrüßenswerter Schritt. "Damit konnte noch rechtzeitig verhindert werden, dass sich Fahrzeuge ab 1. Jänner 2020 massiv verteuern“, zeigt sich Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, über die gestern vom Nationalrat beschlossenen Anpassungen im Rahmen der Steuerreform erfreut. Die Änderung der Formeln wurde aufgrund der Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchswerte von Pkw notwendig. „Wichtig ist nun, parallel dazu auch die Sachbezugsregelung so rasch wie möglich an das neue Messverfahren anzupassen“, fordert Kerle. Denn die Problematik ist in diesem Fall dieselbe: Auch hier werden die offiziellen Verbrauchswerte die durch das neue Messverfahren am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. „Rechtssicherheit über ein stabiles Preisniveau ist sowohl für die österreichische Automobilwirtschaft als auch für die Autofahrerinnen und Autofahrer wesentlich“, so Kerle abschließend.

Berlin hat erste Teststrecke für selbstfahrende Autos eröffnet 

Der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD), und der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) haben Medienberichten zufolge am Donnerstag die weltweit erste innerstädtische Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren in Betrieb genommen. Die Strecke verläuft vom Ernst-Reuter-Platz im Bezirk Charlottenburg die Straße des 17. Juni entlang bis zum Brandenburger Tor in Berlin Mitte und ist insgesamt 3,6 Kilometer lang. Bis zu fünf Autos werden dort zunächst nur "teilweise" autonom fahren, denn es muss aus Sicherheitsgründen immer eine Person mitfahren, und Daten sammeln. Das Besondere an der Berliner Teststrecke ist jedoch, dass hier nicht nur die Fahrzeuge mit digitaler Technologie ausgestattet sind und miteinander kommunizieren, sondern auch die Straße selbst Daten sammelt. Dazu ist die gesamte Teststrecke mit Sensoren an Gebäuden, Verkehrszeichen und Ampeln ausgestattet, die rund um die Uhr Verkehrsdaten ermitteln. Diese Daten werden dann an das Auto übermittelt, das sie zusätzlich zu den eigenen Daten verarbeitet.

Voest Alpine nimmt Testbetrieb von Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage auf 

Der Stahlkonzern Voest Alpine wird den Testbetrieb einer Pilotanlage zur Erzeugung von Wasserstoff im Herbst in Linz starten. Sie dient vorrangig der Versorgung der Stahlproduktion mit CO2-armer Energie, das Szenario sieht jedoch auch vor, dass der "grüne" Energielieferant im besten Fall auch irgendwann Fahrzeuge mit Energie beliefern wird. Für eine komplette Dekarbonisierung des Voest-Konzerns wären freilich fast 30 Terawattstunden an Elektrizität im Jahr nötig - vergleichsweise rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs Österreichs -, sagte Zauner bei der "energy2050"-Tagung des Verbund in Fuschl in Salzburg. Für ein Kilo Wasserstoff seien circa 50 kWh Strom nötig. Das auf viereinhalb Jahre angelegte Vorhaben ist mit einem Budget von 18 Millionen Euro ausgestattet. Für die gesamte Voest müsste die Anlage freilich um den Faktor 500 größer sein, also eine Leistung von 3 Gigawatt (GW) haben, sagte Zauner. Auch fehlt noch die die Infrastruktur und der regulatorische Rahmen um Wasserstoff alltagstauglich zu machen.