Morning Briefing - 04.12.2018

Audi beschließt Investitionsprogramm für Neuausrichtung - Gefeuerter Renault-Nissan-Chef wird erneut verhaftet werden - US-Präsident stellt sich gegen Subventionen für Elektroautos

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst

Von

Audi beschließt Investitionsprogramm für Neuausrichtung

Der Audi-Konzern beschleunigt seine Neuausrichtung mit hohen Investitionen: Allein von 2019 bis Ende 2023 plant das Unternehmen rund 14 Milliarden Euro für Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren in die Hand zu nehmen. Darin sind Sachinvestitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten. In Summe belaufen sich die für den Planungszeitraum der kommenden fünf Jahre vorgesehenen Gesamtausgaben des Unternehmens auf rund 40 Milliarden Euro. 2025 will Audi rund 20 elektrifizierte Modelle anbieten, davon etwa die Hälfte mit rein elektrischem Antrieb. Der vollelektrische SUV e-tron macht den Start. Gemeinsam mit Porsche entwickelt Audi die Premium-Architektur-Elektrifizierung (PPE) für große Elektroautos; der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) entsteht zusammen mit Volkswagen.

Gefeuerter Renault-Nissan-Chef wird erneut verhaftet werden

Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat eine erneute Festnahme von Carlos Ghosn im Sinn, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Demnach bestehen neue Vorwürfe, dass Ghosn und Ex-Nissan-Manager Greg Kelley ihre Bezüge auch im Zeitraum von 2015 bis 2017 zu niedrig angesetzt haben - bisher war lediglich von den fünf Jahren ab 2010 die Rede. Die neuerliche Festnahme soll laut der japanischen Tageszeitung "Sankei" am zehnten Dezember erfolgen, sobald die derzeitige Untersuchungshaft ist. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Ex-Renault-Nissan-Chef 79,2 Millionen Dollar unter dem angab, was er tatsächlich verdient hat. Diese zweite Haftperiode könne bis 30. Dezember dauern. Die Staatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

US-Präsident stellt sich gegen Subventionen für Elektroautos

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" will die Trump-Regierung Subventionen für Elektroautos abschaffen. Dies soll der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, am Montag gesagt haben, als er auf die Pläne des größten US-Autobauers General Motors angesprochen wurde, Werke zu schließen und Tausende Arbeitsplätze abzubauen. Kudlow verwies darauf, dass Käufer von E-Autos derzeit einen gesetzlichen Anspruch auf Steuererleichterungen in Höhe von 2.500 bis 7.500 Dollar hätten. Es sei Ziel der Regierungspolitik, diese Subventionen nun zu beenden. Zum Opfer des Trump'schen Schaffens wird auch die Förderung Erneuerbarer Energien fallen. Der Stopp sei für die „nahe Zukunft“ vorgesehen, „2020 oder 2021“.