Morning Briefing

Apfelgrüne Vignette kommt mit erneuter Preissteigerung - Nutzfahrzeugmarkt erlebte im Sommer ein großes Tief - Kalifornien will ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen erlauben

Das Wichtigste in Kürze.

Apfelgrüne Vignette kommt mit erneuter Preissteigerung

Die Autobahnvignette 2021 wird "apfelgrün" und in der Ganzjahresvariante für Pkw 92,50 Euro kosten. Damit wird der Preis an den Verbraucherpreisindex angepasst und erhöht sich gegenüber heuer um 1,5 Prozent, teilte die Asfinag am Donnerstag mit. Erhältlich ist die neue Vignette wie immer ab Ende November und gültig von Dezember 2020 bis Ende Jänner 2022. Die Zehn-Tages-Vignette kostet 9,50 Euro für Pkw. Die Zwei-Monats-Vignete ist für 27,80 beziehungsweise 13,90 Euro zu haben. Gekauft werden kann die Klebevariante bei rund 6.000 Asfinag-Vertriebspartnern im In- und Ausland, hieß es in der Aussendung. Die digitale Vignette gibt es ebenfalls in drei Modellen für zehn Tage, zwei Monate oder das ganze Jahr. Diese kann online gebucht werden, mit der Registrierung des Kennzeichens fällt das Kleben und Abkletzeln weg.

Nutzfahrzeugmarkt erlebte im Sommer ein großes Tief 

Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa ist im Zuge der Corona-Krise auch im Sommer weiter gedämpft gewesen. Allerdings schwächte sich der Rückgang in den vergangenen zwei Monaten vor allem im Juli ab, wie der zuständige Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte.So wurden in der Europäischen Union im Juli mit 167.943 lediglich um 0,9 Prozent weniger Nutzfahrzeuge zugelassen als im Vorjahresmonat. In Österreich sanken die Zulassungen in dem Monat um 3,5 Prozent auf 4.482. Drei der großen Märkte konnten sogar Zuwächse erzielen: Italien (plus 16,2 Prozent), Spanien (plus 2,9 Prozent) und Frankreich (plus 1,6 Prozent). Im August ging es bei den EU-weiten Zulassungen wieder deutlich abwärts: um 18 Prozent auf 126.710 Fahrzeuge. Mit Ausnahme Italiens (plus 2,6 Prozent) sanken die Neuzulassungen in den großen Märkten, in Deutschland etwa um 22,7 Prozent, in Spanien um 23 Prozent und in Frankreich um 3,1 Prozent. Acea legte Zahlen sowohl für Juli als auch für August gemeinsam vor. In Österreich gab es ein Minus von 17,9 Prozent auf 3.678 Zulassungen.

Kalifornien will ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen erlauben

Kalifornien will ab dem Jahr 2035 den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren verbieten. Gouverneur Gavin Newsom erließ am Mittwoch eine entsprechende Verordnung. Demnach sollen in 15 Jahren im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat nur noch neue Pkw und kleinere Lastfahrzeuge verkauft werden dürfen, die emissionsfrei sind. Alle neuen mittelgroßen und großen Lastwagen sollen demnach ab 2045 keine Benzin- oder Dieselmotoren mehr haben. Newsom beschrieb die geplanten Vorschriften als wesentliche Maßnahme gegen den Klimawandel. Auch stellte der Gouverneur einen Zusammenhang mit den gigantischen Busch- und Waldbränden her, die seit Wochen in dem Westküstenstaat wüten: "Unsere Autos sollten Waldbrände nicht schlimmer machen." Kalifornien nimmt beim Klimaschutz in den USA eine Vorreiterrolle ein. US-Präsident Trump, der bei der Wahl am 3. November für eine zweite Amtszeit kandidiert, hat hingegen den Ausstieg der USA aus dem globalen Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 eingeleitet. Er setzt in seiner Energiepolitik auf Öl, Gas und Kohle.