Zulassungen

Alternative Antriebe immer beliebter

Die Neuzulassungen von Elektro-Pkw nahmen um mehr als ein Drittel zu. Private hinken den Unternehmen aber noch immer stark hinterher.

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Während sich immer weniger Österreicher einen Diesel oder Benziner anschaffen, wächst die Zahl jener, die auf einen Pkw mit alternativem Antrieb zurückgreifen. Die Pkw-Neuzulassungen insgesamt lagen im letzten Jahr mit 329.363 um 11.705 Fahrzeuge unter dem Wert von 2018 (341.068), aber deutlich über dem Niveau des Zwanzigjahresdurchschnitts (316.332). Dabei sanken gegenüber 2018 die Neuzulassungen benzinbetriebener Pkw (Anteil: 53,7%) um vier Prozent und Diesel-Pkw (Anteil: 38,4%) um 9,8 Prozent.

Alternative Antriebe legen gemächlich zu 

Der Anteil alternativ betriebener Pkw (Elektro, Erdgas, bivalenter Betrieb, Hybrid und Wasserstoff, Brennstoffzelle) war mit acht Prozent beziehungsweise 26.346 Neuzulassungen zwar weiterhin vergleichsweise gering, der relative Zuwachs betrug allerdings 56,8 Prozent (2018: plus 18,7%). Die Anzahl der Neuzulassungen von Benzin-Hybrid-Pkw - die wichtigste alternative Kraftstoffart bei Pkw erhöhte sich um 47,8 Prozent auf 12.348 Fahrzeuge. 

Neuzulassungen von Elektro-Pkw nahmen um mehr als ein Drittel zu

Neuzulassungen von Pkw mit reinem Elektroantrieb nahmen um 36,8 Prozent auf 9.242 zu, ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen stieg von zwei Prozent auf 2,8 Prozent. Die meisten Elektro-Pkw wurden in Wien neu zugelassen (Anteil: 19,9%), gefolgt von Niederösterreich (17,8%), Oberösterreich (16,8%) und der Steiermark (14,8%).

Elektro-Pkw wurden auch 2019 mehrheitlich von Unternehmen, juristischen Personen beziehungsweise Gebietskörperschaften zugelassen (80,9% der Elektro-Pkw-Neuzulassungen), der Anteil von privaten Neuzulassungen sank gegenüber dem Vorjahr von 19,9 Prozent auf 19,1 Prozent. Die Anschaffung von Elektro-Pkw, E-Motorfahrrädern und E-Motorrädern wurde im Jahr 2019 gefördert.

Rund ein Viertel weniger Tageszulassungen

Die Pkw-Tageszulassungen gingen im Gesamtjahr 2019 um 24,2 Prozent auf 17.710 zurück. Ihr Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen betrug 5,4 Prozent (2018: 6,8% beziehungsweise 23.352 Tageszulassungen). In den ersten zehn Monaten des Jahres 2019 wurden Rückgänge zwischen 45,1 Prozent und 6,4 Prozent beobachtet. In den Monaten November und Dezember wurden mehr Tageszulassungen verzeichnet (+7,7% beziehungsweise +40,1%).

Pkw-Neuzulassungen mit einer Zulassungsdauer von bis zu sieben Tagen sanken 2019 um 17,9 Prozent. Rückläufig entwickelten sich auch die Kurzzulassungen bei einer Zulassungsdauer von bis zu 30 Tagen (plus 10,4%), bis zu 60 Tagen, bis zu 90 Tagen (jeweils plus 8,5%) und bis zu 120 Tagen (plus 7,5%).

Erstmals mehr als fünf Millionen Pkw

Zum Stichtag 31.12.2019 erreichte der vorläufige Bestand in Österreich rund 7,00 Millionen Kraftfahrzeuge, um 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auf die anteilsmäßig wichtigste Fahrzeugart Pkw (72,0%) entfielen rund 5,04 Millionen Fahrzeuge, um 1,2 Prozent mehr als noch zum Vorjahresstichtag. Bei Lkw wurden insgesamt 494.585 (+3,8%), bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen 468.078 (plus 0,8%) sowie bei Sattelzugfahrzeugen 19.334 Fahrzeuge (+2,3%) gemeldet. Unter den einspurigen Fahrzeugen waren 549.769 Motorräder (plus 2,8%) und 272.483 Motorfahrräder (minus 0,7%) zum Verkehr zugelassen.