Arval-Fuhrpark-Barometer

Aktuelle Trends im Fuhrparkmanagement

Der Full-Service-Leasing-Anbieter Arval hat in seinem Fuhrpark-Barometer die aktuellen Trends im Fuhrparkmanagement erhoben. Demnach wird die Nachfrage nach zuverlässigen und bequemeren Mobilitätslösungen in Zukunft weiter steigen.

Von
Arval Kfz-Leasing Fuhrparkmanagement Finanzen Trends Umfragen

Brigitte Becksteiner-Bichler, Commercial Director Arval Austria

„Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Leasing als Finanzierungsmethode, denn diese erfordert keine Anzahlungen oder größere Investitionen. Auch bei E-Fahrzeugen geht der Trend in Richtung Leasing und wird durch die Corona-Krise noch beschleunigt“, betont Brigitte Becksteiner-Bichler, Commercial Director Arval Austria.

Die Daten für das Fuhrparkbarometer 2020 wurden zwischen Jänner und März 2020 erhoben. Dazu wurden 5.600 Flottenmanager aus 20 Ländern, davon 249 aus Österreich, befragt. Obwohl die Corona-Krise erst nach dem Erhebungszeitraum voll eingeschlagen hat, wird diese laut Arval nur temporäre Auswirkungen auf die Kernergebnisse der Studie haben.

Folgende vier Trends werden aus der Umfrage abgeleitet:

Der Dieselanteil wird in den kommenden drei Jahren deutlich sinken

In Österreichs Flotten beträgt der Dieselanteil aktuell über 80 %. In den nächsten drei Jahren wollen die Unternehmen diesen auf 52 % verringern. Unterschiede zeigen sich hier in der Firmengröße: Kleine Unternehmen werden nach wie vor auf den Dieselmotor setzen, in diesem Segment wird der Anteil in drei Jahren immer noch bei 61 % liegen.

Hingegen wird der Anteil an umweltfreundlichen Fahrzeugen stetig steigen. Schon jetzt setzt ein Drittel der Unternehmen auf zumindest eine alternative Antriebsform im Fuhrpark. In den kommenden drei Jahren soll dies bei 61 % der Fall sein. Am beliebtesten sind derzeit rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge (22 %) vor Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Jene, die bereits jetzt auf Fortbewegungsmittel mit elektrifiziertem Antrieb legen, haben bereits zur Hälfe Ladepunkte installiert oder planen diese, 45 % unterstützen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Schaffung von Lademöglichkeiten.

Alternativen zum Auto werden wichtiger

Österreichs Unternehmen setzen schon jetzt auf alternative Mobilitätslösungen: 72 % (Europa-Schnitt: 61 %) bieten ihren Mitarbeitern mindestens eine Alternative zum Verbrennungsmotor an. 81 % der Unternehmen haben bereits eine alternative Lösung implementiert oder wollen dies in den kommenden drei Jahren tun. Generell beliebt sind öffentliche Verkehrsmittel, weiters Ride-Sharing (Fahrgemeinschaften) und flexibles Mid-Term-Rental (mittelfristiges Mietmodell).

Der Trend geht in Richtung Leasing

Der Kauf eines Fahrzeugs bildet in Österreich weiterhin die beliebteste Finanzierungsmethode (40 %) der Fuhrparkmanager, gefolgt von Finanzierungs- (30 %) und Operating-Leasing (24 %). Vor allem große Unternehmen bevorzugen Operating-Leasing – 35 % der großen und 44 % der sehr großen Firmen haben diese als Hauptfinanzierungsmethode genannt. Somit gibt es noch genügend Wachstumspotenzial für die Leasinganbieter. Und auch die Unternehmen beginnen umzudenken: 41 % aller Firmen planen Operating-Leasing in den nächsten drei Jahren zu nutzen bzw. verstärkt zu nutzen.

Bei Telematik sind Österreichs Unternehmen zögerlich

Lediglich 25 % der österreichischen Firmen setzen Telematik-Technologien ein – im Europa-Schnitt sind es 33 %. In diesem Bereich sind kleinere Einheiten (KMU) zurückhaltender, während größere Unternehmen immerhin bereits zu einem Drittel Telematik-Lösungen in ihren Flotten einsetzen. Ausschlaggebend für die Nutzung ist eine höhere Effizienz der Abläufe, etwa hinsichtlich Abrechnung und Wartung. Der Hauptgrund, warum Telematik nicht zur Anwendung gelangt, liegt in der Unklarheit über den konkreten Nutzen. Zudem gibt es auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.