Skurril

Abgedrehter könnte ein Tesla nicht aussehen

Ein zu einem Camper umgebautes Tesla Model S sorgt im Internet gerade für Aufsehen, ein erster Prototyp soll bereits in wenigen Tagen in den USA präsentiert werden. Wer dahinter steckt und welche Informationen bislang bekannt sind, erfahren Sie hier.

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Vollkommen elektrisch, ein Antrieb mit einem Top-Speed von 241 Stundenkilometern, und ein Solardach zum Gewinnen zusätzlicher Energie: Spaßiger und ökologischer kann ein Camping-Mobil wohl kaum sein. Das muss sich auch Travis Rabenberg, ein wahrer Camping- und Tesla-Enthusiast gedacht haben, als er die Idee zur Realität werden ließ, ein Model S zu einem Camper umzubauen. Wer glaubt, dass es sich hierbei um eine schräge Nummer handelt, der liegt nur zum Teil richtig, denn Rabenberg, seines Zeichens Unternehmer, Buchautor und Globusreisender, hat sich sogar schon einen Namen für das ungewöhnliche Gefährt erdacht: Tesla Roamer. Was zu Deutsch so viel wie Wanderer oder Vagabund bedeutet. Auf bis zu 322 Kilometer soll es das umgebaute "Motorhome" mit einer Stromladung bringen und damit zugleich auch in das Guinessbuch mit einem Weltrekord eingehen. Um sein Vorhaben zu realisieren will Rabenberg von England nach Dubai zur Weltausstellung 2020 fahren. 

© Tesla

Um zu unterstreichen, wie ernst er es mit seinem Vorhaben meint, hat er vorab zwei Grafiken des Fahrzeugs veröffentlicht. Zu sehen ist eine Camping-Box, die sich einklappen beziehungsweise zu einem Zelt ausfahren lässt. Darauf sind Solarpanele angebracht, die zusätzlichen Strom liefern sollen. An der Federung des Fahrzeugs wurde ebenfalls geschraubt, wie die Grafiken verraten, denn die Räder stehen deutlich erhöht vom Boden weg.

Ob sich die 241 Stundenkilometer aufgrund der Modifikationen noch komfortabel auf dem Highway erreichen lassen, ohne dass die Fahrinsassen seekrank werden, darf an dieser Stelle angezweifelt werden. Doch vielleicht wird uns Rabenberg auch eines besseren belehren und Tesla die Idee eines Motorhomes sogar in das reguläre Portfolio aufnehmen.

In den USA erfreuen sich Camping-Mobile jedenfalls großer Beliebheit, eine Nische, die der kalifornische Autobauer bislang noch nicht bedient. Warum sich Rabenberg gerade für ein Model S entschieden hat und nicht für SUV-artige Model X, ist nicht bekannt. Obwohl handfeste Informationen und Aufnahmen über den Roamer noch im Dunklen liegen, plant Rabenberg, dass ein erster Prototyp schon am 17. April auf der Bundesstaatsausstellung (State Expo) in Michigan präsentiert wird. Man darf gespannt sein! 

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